Monthly Archives: März 2013

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Der eurovisionäre Schauplatz 2013

Modell Bühne 2leer
Neuigkeiten vom Treffen der Delegationsleiter, das bis heute in Malmö stattfand: Der Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen St. Petersburg Amsterdam oder sonst wo wird voraussichtlich am 13., 15. und 17. Mai stattfinden. Es sei denn, die Ausrichter finden mal wieder keine Veranstaltungshalle oder es kommt irgendein Fußballspiel dazwischen. Außerdem wurde für die diesjährige Ausgabe dem Gastgeber Schweden der Startplatz 16 zugelost. Die Reihenfolge der Auftritte aller anderen Nationen wird am 29. März (für die beiden Semis) bzw. am 17. Mai für das Finale bekannt gegeben. Wie bereits vor einigen Monaten berichtet, wird diese erstmals vom austragenden Sender SVT nach dramaturgischen Gesichtspunkten bestimmt und dann von der EBU abgenickt.

Zum Schluss hatte der für Malmö verantwortliche Produzent Martin Österdahl noch eine kleine Überraschung im Gepäck. Computeranimierte Modellansichten der Bühne liefern einen ersten Eindruck, wie der Wettbewerb 2013 aussehen könnte.  Allerdings lehrt uns die Erfahrung, dass sich vieles später in der Realität dann doch ganz anders darstellt. Abwarten, im Moment siehts eher wie der Vorhof zur Hölle aus….

Modell Bühne 1

leer
Grafiken: SVT / EBU


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Die finale Playlist 2013 – 06

Irgendwann muss ja auch mal Schluss sein… Mit dem heutigen offiziellen Ende der Vorentscheidungssaison 2013 hier nun also auch die allerletzte Playlist für dieses Jahr:

Pos VW Nation Interpret Titel
01 01 GER Blitzkids mvt Heart on the Line
02 04 HUN ByeAlex Kedvesem
03 02 MAC Esma & Lozano Imperija
04 03 SWE Amanda Fondell
Dumb
05 00 MAC Esma & Lozano
Pred da se razdeni
06 08 GER Ben Ivory The righteous Ones
07 06 GER Betty Dittrich LaLaLa
08 16 AUT Falco Luneau Rise above the Night
09 12 GER Saint Lu Craving
10 05 HUN Plastikhead ft. Gáspár Laci A szeretet él
11 00 MNE Who see? Igranka
12 07 LAT PeR Sad Trumpet
13 15 EST Winny Puuh Meiecundimees üks Korsakov
14 11 GRE Koza Mostra ft. Agathonas Alcohol is free
15 17 ESP El Sueño De Morfeo Contigo hasta el Final
16 09 ISR Moran Mazor
Rak bishvilo
17 14 FIN Atlético Kumpula Paperilyhty
18 10 NOR Margaret Berger I feed you my Love
19 18 ITA Antonio Maggio Mi Servirebbe Sapere
20 19 CH Caroussel J’avais rendez-vous


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…in den letzten Zügen

ESC2013_slogan3 EBU_SVTBevor am Montag beim Head-of-Delgation-Meeting in Malmö die Einreichfrist für 2013 endet, werden wir in diesen Tagen mit finalen Versionen aus Belgien und Russland, frischen Videoclips u. a. aus Spanien und Malta und natürlich mit Insiderinfos und Skandalen förmlich überschüttet. Jetzt heißt es nur noch warten auf Godot die Meldungen aus Italien und Moldau, das die Vorentscheidungssaison heute Abend beendet. Ach ja, und Mazedonien wird offensichtlich bis zur letzten Sekunde unentschlossen bleiben und dann per Münzwurf das Schicksal entscheiden lassen. Alle Infos und Videoclips habe ich hier zusammengestellt.

Grafik: EBU / SVT


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Interval Act 2013 – Agnetha?

FAgnethaans der schwedischen ABBA-Sängerin Agnetha Fältskog geraten dieser Tage weitaus mehr in Verzückung als die in der laufenden Saison besonders gebeutelten Eurovisionsanhänger, hat doch ihre Ikone zum ersten Mal seit 2004 musikalisch wieder aufhorchen lassen. Und das gleich mit einem Doppelschlag: Während heute weltweit die Single „When you really loved someone“ zum digitalen Download erscheint, hat sich das eher schlagereske Deutschland für „The One Who Loves You Now“ entschieden.

Beide Songs, die Agnetha-Maniacs bereits als „pure Class“ bezeichnen, werden auf dem Album „A“ zu hören sein, das am 10. Mai 2013 erscheinen soll. Das fordert den für Malmö verantwortlichen Sender SVT ja förmlich heraus, den extrem lauen Wettbewerbsjahrgang wenigstens mit einem Intervalact der Extraklasse in die Annalen eingehen zu lassen…

Foto: Universal


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Alles auf Anfang in FYROM

MACNein, da kann der Ola noch so oft behaupten, der Eurovision Song Contest biete keine politische Plattform … Nachdem das mazedonische Fernsehen MKRTV bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung seines diesjährigen Beitrags „Imperija“ dessen Video wieder gesperrt hatte, zieht es den Song nun komplett zurück und tauscht ihn gegen einen anderen aus. Den Grund hierfür kennt niemand so genau, aber es wird kolportiert, dass es wegen des Titel des Beitrags und der Videoaufnahmen einer Reiterstatue Alexanders des Großen Ärger mit den Nachbarn in Bulgarien und Griechenland gab. Letztere sind bis heute übrigens für das Wortungetüm FYROM (Former Yugoslav Republic of Macedonia) verantwortlich.

Nun wird es eng für die Interpreten Esma & Lozano (der angeblich schon keinen Bock mehr auf das eurovsionäre Gezeter hat), denn am 18. März muss der Beitrag fix und fertig bei der EBU auf dem Tisch liegen. Das heißt Gas geben für Elena Riesteka, die mittlerweile verpflichtet wurde, als Autorin für die beiden ein unverfänglicheres Stück Musik abzuliefern. Vom Titel ihres eigenen Werkes Ninanajna anno 2006 ausgehend, sollte ihr das nicht allzu schwer fallen. Bei all der Aufregung ist es grottenschade um den Verlust eines ausnahmsweise hörenswerten Beitrags in einem an musikalischen Katastrophen nicht armen Jahr. Da lobt sich der eurovisionaer die Gelassenheit der letztjährigen Teilnehmerin Kaliopi zu der bereits oben angerissenen und für Westeuropäer kaum nachvollziehbaren Problematik…

Grafik: eurovisionaer


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Die eurovisionaere Playlist 2013 – 05

Na also, auf den Balkan ist Verlass! Die wunderbare Esma Redzepova ist – wie erwartet – in die Playlist eingestiegen und überraschenderweise auch der offzielle israelische Beitrag 2013. Und, wie von einigen Usern vorgeschlagen, gibt es nun auch einen Spotify-Link, der allerdings, mangels Veröffentlichungsmasse, noch etwas mager ist…

Pos VW Nation Interpret Titel
01 01 GER Blitzkids mvt Heart on the Line
02 00 MAC Esma & Lozano Imperija
03 02 SWE Amanda Fondell
Dumb
04 13 HUN ByeAlex Kedvesem (Original)
05 09 HUN Plastikhead ft. Gáspár Laci A szeretet él
06 03 GER Betty Dittrich LaLaLa
07 05 LAT PeR Sad Trumpet
08 06 GER Ben Ivory The righteous Ones
09 00 ISR Moran Mazor
Rak bishvilo
10 10 NOR Margaret Berger I feed you my Love
11 07 GRE Koza Mostra ft. Agathonas Alcohol is free
12 08 GER Saint Lu Craving
13 11 EST Neogeen Lune Sournoise
14 12 FIN Atlético Kumpula Paperilyhty
15 00 EST Winny Puuh Meiecundimees üks Korsakov
16 14 AUT Falco Luneau Rise above the Night
17 00 ESP El Sueño De Morfeo Contigo hasta el Final
18 16 ITA Antonio Maggio Mi Servirebbe Sapere
19 17 CH Caroussel J’avais rendez-vous
20 18 MAL Gianluca Bezzina Tomorrow


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Votingskandal – der Wievielte?

ISRDie in Israel im bunten Reigen schräger Töne verdiente Siegerin des Finales Moran Mazor macht im direkten Vergleich zu Dana International sicher nicht die beste Figur, hat aber ein Organ, das ihren Konkurrenten das Fürchten lehrte. Am Ende einer bizarren Punktewertung einem Nervenzusammenbruch nahe und in Tränen aufgelöst, schaffte sie es nur mit letzter Kraft eine hässliche Trophäe in die Luft zu strecken. Doch für ihre Reise nach Schwedavien hat die neue Nana Mouskouri einen Mördersong im Gepäck, der zwar famos startet, dann allerdings nach zwei Minuten in den eurovisionären Niederungen verflacht. Für Malmöer Verhältnisse trotzdem ein Juwel!

Grafik: eurovisionaer


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I love Belarus

BLR….denn wegen der Weißrussen macht Eurovision erst so richtig Spaß. Kurz nach ihrer Wahl im Dezember 2012 ließ die Siegerin Alyona Lanskaya verlauten, dass sie gar nicht daran denke, mit ihrer schäbigen, unoriginellen Disconummer „Rhythm of Love“ nach Schweden zu reisen und nun auf der Suche nach wettbewerbsfähigen Songs sei. Wie gut, dass Minsk in diesem Jahr sein alljährliches Vorentscheidungsdrama rechtzeitig begonnen hatte! Nachdem also die anspruchsvolle Alyona in den folgenden Monaten den gesamten Kontinent nach halbwegs verwertbarem Material abgegrast hatte, präsentierte sie Anfang März triumphierend einen Happysound-Schlager der übelsten Sorte. Prompt erinnerte sich der ausrichtende Sender BRTC an die „I love Belarus“-Peinlichkeit, schlug die Hände überm Kopf zusammen und erbat sich einige Tage Bedenkzeit, bis … ja, bis schließlich mit Berufung auf ungenannte Quellen aus dem Präsidentenpalast die Botschaft kam, dass Lukaschenko höchstpersönlich dem Cha-Cha-Fieber verfallen sei … und somit war der Drops gelutscht.

Grafik: eurovisionaer


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Schwanz eingezogen

Seit geraumer Zeit bestückt der Sender ETV sein traditionelles Eesti Laul hin und wieder mit unkonventionellen Beiträgen, die einem für eurovisionäre Verhältnisse Augen und Ohren offen stehen lassen, nur um diese dann einer schnarchkonservativen Jury zum Fraß vorzuwerfen. 2013 hat es die Punkcombo Winny Puhh erwischt, die uns in Malmö einen fernsehhistorischen Moment der Sonderklasse hätte bescheren können. Ganz klar, wer so wenig Eier wie die Esten hat, sollte für mindestens drei Jahre in den Song-Contest-Kerker geworfen werden!


Der eurovisionaer schmeißt nix weg - den verstaubten alten Kram gibt's hier...