Es geht um die Wurst

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Es geht um die Wurst

Nach dem Willen des ORF soll die Kunstfigur Conchita Wurst Österreich beim Eurovision Song Contest 2014 vertreten. Die Alpenrepublik verzichtet damit gänzlich auf eine öffentliche Vorauswahl und will sowohl Künstlerin als auch Beitrag nach der in diesem Jahr eher mauen Entscheidungsshow intern nominieren. Frau Wurst, die im – wie man so treffend sagt – „bürgerlichen“ Leben Tom Neuwirth heißt, unternahm bereits 2012 einen Eurovisionsversuch. Damals belegte sie in der österreichischen Vorentscheidung den zweiten Platz hinter den Trackshittaz.

In diesem Jahr tat sie sich bislang weniger musikalisch denn durch ihre Teilnahme an trashigen Reality-Shows hervor. So stöckelte sie bei RTL in „Wild Girls“ durchs wilde Afrika und erlebte zuvor in „Die härtesten Jobs Österreichs“ das Abenteuer ihres Lebens als Arbeiterin in einer Fischfabrik.

Ob die Ösis mit dieser Entscheidung sich und der Eurovision einen Gefallen getan haben, wird sich noch zeigen. Die Formel „Transe mit Bart“ gab es zwar noch nicht und wird daher sicherlich pressewirksam ausgeschlachtet werden können. Andererseits wird der Song Contest leider mal wieder seinem Image als Freakshow gerecht, bei der ernstzunehmende Künstler nicht erwartet werden dürfen. Vieles hängt daher wohl letzten Endes von brauchbarem Songmaterial ab, das der eurovisionaer allerdings im bislang über­schaubaren Re­pertoire von Madame Wurst noch nicht entdecken konnte.


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Der eurovisionaer schmeißt nix weg - den verstaubten alten Kram gibt's hier...