Monthly Archives: Dezember 2013

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Herrje, die Hersi

Herciana Matmuja, die in und um Tirana liebevoll Hersi genannt wird, hat am vergangenen Samstag das 52. Festivali i Këngës und damit den albanischen Vorentscheid für sich entschieden. Die 23-jährige gewann das Festival der großen – und für unsere Ohren zuweilen schrägen – Balladen mit eindeutigem Vorsprung vor Klodian Kacani und Sajmir Braho. Dem Beitrag, der in den kommenden Monaten, da viel zu lang, sicherlich noch eine Metamorphose erfahren wird, bescheinigen Eurovisionsnerds Potenzial, was so viel heißt wie „muß man sich noch schön hören“. Das ist vielleicht untertrieben, denn an manchen Stellen erinnert „Zemërimi i një nate“ an das fantastische „Sama“ aus dem Jahr 1995 und verfügt zudem über ein wunderbares, sehr episches Intro. Hersi selbst scheint eine ganz Hartnäckige zu sein, denn sie nimmt seit Jahren mit bislang eher mäßigem Erfolg an dem traditionsreichen Wettbewerb teil und wurde nun endlich für ihre Ausdauer belohnt. Gratulation!


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Ukraine wählt „Tick-Tock“

Heute Mittag wurde in Kiew der erste Beitrag der Saison 2014 ausgewählt. In der glorreichen Tradition von „Ding-A-Dong“, „Düm Tek Tek“ und „Diggy-Loo, Diggy-Ley“ heißt es nun „Tick-Tock“. Klare Sache, Titel und Herkunftsland garantieren definitiv eine  Top-Ten-Platzierung in Kopenhagen!



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Schade: Bosnien macht Rückzieher

Zu früh gefreut! In Sarajevo hat man noch einmal nachgerechnet und festgestellt, dass doch nicht mehr genug Geld im Portemonnaie ist, um am Song Contest 2014 teilzunehmen. Erst Anfang des Monats hatte Bosnien & Herzegowina nach der Pause in Malmö den Besuch in Kopenhagen bestätigt, was bei den Fans des Wettsingens für große Freude gesorgt hatte. Umso trauriger ist nun auch der Eurovisionär, dass es weiterhin Absagen vom ehemals so starken Balkan hagelt, denn auch die Kroaten und Serben haben sich bereits für dieses Jahr entschuldigt.

Europäische Krise hin oder her, die ja durchweg als Grund hierfür angegeben wird, letztlich sind es aber wohl nicht allein ökonomische Gründe, die zu dem Exodus führen. Nach den fetten Jahren scheint das Interesse von Verantwortlichen und Zuschauern auf dem Balkan arg nachgelassen zu haben, denn öffentliche Finanzplanung wird ja auch immer mit der Sinnhaftigkeit der Ausgaben verknüpft – und die sieht man scheinbar nicht mehr als gegeben an. Immerhin will der zuständige Sender BHRT die dänische Finalshow 2014 im heimischen Programm übertragen, was auf eine etwaige Rückkehr in naher Zukunft hoffen lässt. Für dieses Jahr jedoch stößt der ach so schicke Slogan der Dänen „#JoinUs“ auf wenig Resonanz.


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Schwarzer Freitag

schwarzer FreitagSind es nun die vermeintlich „großen“ Namen, Charterfolge oder das richtige Gesamtpaket, was den eurovisionären Erfolg garantiert? Da scheiden sich die Geister. Dem eurovisionaer persönlich tut’s leid, aber mit der Auswahl, die der NDR heute offiziell bekannt gab, kann er herzlich wenig anfangen – als da sind:

  • The Baseballs
  • Das gezeichnete Ich
  • Madeline Juno
  • MarieMarie
  • Oceana
  • Santiano
  • Unheilig
  • das Talent

Aller Voraussicht nach wird es mit diesem Line-Up im März in Köln auf einen Zweikampf Gothic-Schlager (Unheilig) gegen Shanty-Schlager (Santiano) hinauslaufen, nicht gerade die bevorzugten Musikfarben des Hausherrn… Der behauptet ganz frech: Erfahrungsgemäß könnten alle anderen Wettbewerber noch so fette Knallersongs im Gepäck haben, der deutsche Televoter wählt erfahrungsgemäß das, was er kennt. Selbst das von Herrn Tawil höchstpersönlich als achter Starter noch zu rekrutierende hoffnungsvolle Talent wird bestenfalls ein solches bleiben, solange keine Medien-Meinungsmaschinerie a la Raab gezündet wird. Und so hört der eurovisionaer schon die Unverbesserlichen, von wegen erst einmal abwarten, wie die Songs, die erst Mitte Januar nachgereicht werden, tatsächlich sind. Hat letztes Jahr aber auch nix genutzt. Grafik: eurovsionaer


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2014 kann kommen!

Mehr und mehr Fernsehstationen geben noch kurz vor Weihnachten die Namen preis, die in den ersten Wochen des neuen Jahres um den Titel des nationalen Song-Contest-Vertreters kämpfen werden. Kaum zu glauben, aber viele von ihnen hören sich ausgesprochen gut an! Beispiel gefällig? Seit Malmö bin ich vom Kedvesem-Virus infiziert, also wären da zuallererst die Ungarn, die ihrem Stil mit nachfolgendem Kleinod treu bleiben könnten:

PeR, Lettlands Vertreter 2013, versuchen das Kunststück – wie bereits berichtet – in Kopenhagen erneut an den Start zu gehen. Nach dem Dilemma vom Malmö, als das Duo mit „Here we go“ das Finale eindeutig verpasste, dürfte dieses Vorhaben ausschließlich unter dem Label Valentina Monetta gelingen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt sein – hörenswert ist das, was sie sich nun ausgedacht haben, aber allemal! Zwar werden sich Eurotrashliebhaber mit Schaudern abwenden, doch die werden aus Schweden, Weißrussland und einigen anderen Ecken Europas eh noch vortrefflich bedient werden. (Video zwischenzeitlich wieder gesperrt).

Na, und bei diesem ersten Blick auf frische Wettbewerbsbeiträge fernab des 08-15-Schlagertralalas dürfen die Esten natürlich nicht fehlen! Seit Winny Puhh wissen wir zwar tief im Innersten, dass die Balten ihre schrägsten “Eesti Laul”-Beiträge selbstverständlich niemals in ein europäisches Finale schicken werden, dennoch schaffen sie es jedes Jahr, für eine bunte Konkurrenz ohne Fremdschämfaktor zu sorgen. Heißer Kandidat für die eurovisionäre Playlist 2014 ist auf jeden Fall schon mal das entschiedene „Maybe, Maybe“.


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Polen ist das neue Italien!

Das ist ja mal eine Überraschung! Polen, das sich scheinbar auf immer und ewig von der Eurovision zurückgezogen hatte, ist nach zwei Jahren der Abstinenz beim Wettbewerb in Kopenhagen wieder dabei! Während also die einen gehen (Bulgarien, Serbien, Zypern und Kroatien), kommen die anderen (Bosnien & Herzegowina, Portugal und jetzt Polen) zurück und erfreuen damit so manches Fanherz. Mit diesem ganzen Hin-und-her wird der 2014-er Contest definitiv in die Geschichte eingehen, und wer weiß, wen der Ola noch alles belatschern konnte mitzumachen. Endgültige Klarheit hierüber sollte es nach dem 15. Dezember geben, wenn die bislang provisorische Teilnehmerliste festgezurrt wird. Danach darf sich nämlich nur noch abmelden, wer außerordentliches Divapotenzial hat und eine Geldstrafe zahlt.


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Alle Jahre wieder…

button kobnhavn neu2…beginnt die Vorentscheidungssaison. Quer durch Europa rüsten die Sendeanstalten für den Eurovision Song Contest und stellen einem zugegebenermaßen kleinen, aber gierigen Publikum ihre Auswahlliste an Liedern und / oder Interpreten vor, die im Mai kommenden Jahres für eurovisionäre Furore sorgen sollen.

Natürlich werden die erfolgsverwöhnten Schweden ihre eurovisionären Anhänger erneut durch eine Reihe an Vorrunden und Second-Chance-Absurditäten quälen. Jene alljährliche Vorentscheidungsprozedur, die mittlerweile zum heimischen Kulturgut wie Knäckebrot und Pippi Langstrumpf gehört, kommt 2014 übrigens sehr retro daher. Neben Alt-Veteranen wie Dr. Alban und Alcazar gehen mal wieder Melodifestivalen-Lieblinge wie Shirley Camp, Sanna Nielsen und Linda Bengtzing an den Start, was bei eingefleischten Fans vor lauter Vorfreude schon jetzt für nasse Höschen sorgt. Überraschenderweise reiht sich in diese Riege von Schlagerbelanglosigkeiten übrigens auch eine leibhaftige Eurovisionssiegerin ein: Helena Paparizou will es noch einmal wissen, oder – wie Insider behaupten – sie sieht sich genötigt, ihren Schallplattenvertrag in dem mello-fanatischen Land zu erfüllen.

Solche Sorgen wüssten die Schweizer sicher gerne ihr eigen, denn trotz einer unüberschaubaren Anzahl von Bewerbern, die fleißig ihre Videos auf das Portal des SRF geladen hatten, verbreiten die finalen sechs Kandidaten unseres Nachbarlandes nur Langeweile und Einfallslosigkeit. Ein Finaleinzug scheint trotz der kleinen Semi-Starterfelder schon jetzt – gelinde gesagt – sehr ungewiss.

Dafür kann man aber jedes Jahr mit den Letten rechnen (wenngleich sie nie die Klasse ihrer estnischen Nachbarn erreichen…). Sie wählen zwar selten Songs aus, die im Finale punkten könnten, verfügen in ihrer Vorauswahl aber zumeist über Liedvorschläge, die sehr gefällig daherkommen. Und das will ja bei manchen Eurovisionsbeiträgen, die mitunter an Körperverletzung grenzen, schon was heißen. Hin und wieder bringen sie gar die eine oder andere akustische Perle in ihrem Angebot unter. So freut sich der Eurovisionär zu diesem frühen Zeitpunkt (verschrobene Mitmenschen würden auch „heuer“ dazu sagen) z.B. über das nette „Cake to bake“ und natürlich über „Revelation“, das in Insiderkreisen den Malmöer Stage-Divern PeR zugeschrieben wird. Endgültige Gewissheit wird es hierüber am 07. Januar geben, wenn LRT die dziesma-Liste um die Namen der Interpreten ergänzt.

Und auch in Weißrussland und Malta war man schon fleißig mit Selektieren beschäftigt, aber mit denen hab ich nicht so viel am Hut  …was sag ich…weitere Infos gibt es hier.


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