Monthly Archives: Februar 2014

  • 0

Elaiza fahren nach Köln

Die langweiligste deutsche Vorvorentscheidung ist zu Ende. Gewonnen hat die Mädchencombo „Elaiza“, die dann am 14.03. bei der Endendauscheidung mitmachen darf. Gute Nacht!

Interpret Titel 1 Titel 2
GER Das gezeichnete Ich Wenn du da bist Echo
GER Elaiza Is it right? Fight against myself
GER Madeleine Juno Like Lovers do Error
GER MarieMarie Cotton Candy Hurricane Candy Jar
GER Oceana Thank you All Night (snippet)
GER Santiano Fiddler on the Deck Niemals untergehen (snippet)
GER The Baseballs Mo Hotta Mo Betta Goodbye Peggy Sue
GER Unheilig Als wär’s das erste Mal Wir sind alle wie eins


  • 0

Polen heterosiert den Song Contest

Tittenalarm!!! So viele eng geschnürte weibliche Brüste gab es wohl noch nie in einem eurovisionären Videoclip zu sehen – und die ESC-Anoraks reiben sich derweil ungläubig die Augen! Polens Beitrag 2014 scheint der Anfang einer groß angelegten Offensive unsere östlichen Nachbarn jenseits der Oder zu sein, der angeblichen Verschwulung alltäglicher Lebensbereiche den Kampf anzusagen. Da sind sie bei der Eurovision ja grad richtig!

Heute meldete das polnische Fernsehen TVP, dass es das Duo Donaton & Cleo mit dem Titel „My słowianie“ zum 59. Song Contest schicken wird. Deren witziges Video klickten seit Oktober 2013  über 39.000.000 Youtuber, was wohl den Sender dazu verleitete, die Interpreten des in der Heimat so überaus erfolgreichen Turbofolk zu bitten, nach Kopenhagen zu reisen. Insider behaupten, das habe die Künstler anfänglich recht kalt gelassen hat und sie baten, die Entscheidung einige Nächte überschlafen zu dürfen. Jetzt ist aber mit einer Englisch-Polnischen Version alles geritzt und wir dürfen uns auf zeitgenössische Popmusik freuen, die ihren geografischen Ursprung ganz und gar nicht verleugnet. Alles deutet darauf hin, dass die Polen nach Jahren der Enthaltsamkeit, während der sie die eigenen eurovisionären Fehlentwicklungen überdenken durften, ihre Lektion mehr als gelernt haben. Bardzo dobrze!


  • 0

…und die zehn Wildcards

… die in drei Tagen um den verbleibenden Finalplatz bei USFD wettsingen werden. Dabei offensichtlich auch weiterhin Coverversionen, mit denen sich einige Newcomer beim NDR beworben hatten, so dass wir davon ausgehen dürfen, dass im Hamburger Edelfettwerk lediglich eine Stimme, nicht aber unbedingt ein Lied gewählt werden soll. Lassen wir uns überraschen! Wahnsinnig abwechslungsreich ist der musikalische Reigen nicht gerade, aber da wiederhole ich mich eh nur…


  • 0

Das deutsche Angebot auf einem Blick

Was waren das noch für Zeiten, als bis Anfang der 2000er Jahre regelmäßig ein Sampler mit allen deutschen Vorentscheidungsbeiträgen von Ralph Siegels Label unters Volk gebracht wurde! Gut zweieinhalb Wochen vor der diesjährigen Entscheidung USFD muss man sich dagegen das heimische Angebot mühsam im Netz zusammensuchen. Denn manche der am 13. März in Köln vertretenen Künstler wollen sich auch jetzt noch nicht in die Karten schauen lassen und veröffentlichen lediglich Ausschnitte, sogenannte „Teaser“, die das Interesse des gemeinen Fans anheizen sollen. Ob das eine so kluge Strategie ist, wenn doch dieser mittels 100%igem Televoting alle Macht in seinem Handy hält, sei dahingestellt…

Interpret Titel 1 Titel 2
GER Das gezeichnete Ich Wenn du da bist Echo
GER Madeleine Juno Like Lovers do Error
GER MarieMarie Cotton Candy Hurricane Candy Jar
GER Oceana Thank you (snippet) All Night (snippet)
GER Santiano Fiddler on the Deck Niemals untergehen (snippet)
GER The Baseballs Mo Hotta Mo Betta Goodbye Peggy Sue
GER Unheilig Als wär’s das erste Mal Wir sind alle wie eins

Die sieben Starter werden um einen Act ergänzt, die oder der am kommenden Donnerstag öffentlich ausgewählt wird (27.02.2014, 22.00 Uhr, NDR und Einsplus).


  • 0

Tschuldigung….verwählt

verwählt flickr miraleer
Erst allmählich haben ESC-Nerds quer durch Europa den gestrigen Supersamstag des – in diesem Jahr zeitlich deutlich nach hinten verschobenen – Vorentscheidungsmarathons verdaut. Spanien, Lettland, Ungarn und Mazdedonien trafen am Samstagabend ihre Wahl für Kopenhagen, mehr oder weniger allen wird seitdem der letzte Platz vorhergesagt. Was ist passiert?

Mit dem Blick auf die eigene kleine eurovisionäre Playlist ist es ganz einfach: meine Favoriten haben nicht gewonnen. Die ungarische Bogi ist – trotz einiger Parallelen – kein weiblicher ByeAlex geworden, wohl auch, weil das Stimmchen etwas dünn und der Text ebenso mager war. Dennoch ist der Budapester Wahlmodus genial: erst sucht sich eine Jury nach unendlich langem Gequatsche die vier Beiträge aus, für die sich keiner schämen müsste, dann erst darf das Volk ran. Hat die letzten Jahre vorzüglich geklappt und auch 2014 dürfte das Finale winken. Andras Kallay Saunders‘ Song „Running“ ist musikalisch auf der Höhe der Zeit und punktet gar textlich, da es eine Message gibt (die Europa am 10. Mai aber wohl kaum jemand zur Kenntnis nehmen wird). Könnte also was werden!

Spanien tut das, was es im Zweifel eigentlich immer macht. Es entscheidet sich – nicht erst seit der von vielen so heiß geliebten Pastora – einfach für die Frau, die am lautesten und längsten schreien kann. Dann nämlich rasen die spanischen Fans und der Mitteleuropäer fühlt sich eher in einer Stierkampfarena denn in einem Fernsehstudio. Ist also diese erfolgversprechende Grundzutat erst einmal vorhanden, wird der Rest, sprich das Lied an sich, schnell zur Nebensache: dementsprechend ist das spanglische „Dancing in the Rain“ von der niedlichen, Castingshow-erfahrenen Ruth Lorenzo nichts wirklich Neues. Das übliche iberische Pathos halt. Tja, und die eurovisionäre Favoritin Brequette wußte zwar ebenso um die Vorlieben des Publikums, schrie jedoch vielleicht eine Sekunde kürzer, die allerdings kostete sie den Sieg. Denn anders als bei den klugen Ungarn besagen die spanischen Regularien, dass bei einem Gleichstand von Jury- und Televotingergebnis halt der Zuschauerliebling zum Song Contest fährt. Punkt.

Ähnlich verhält es sich bei den Letten, die sich – trotz durchgängig ganz guter Vorschläge – traditionell für den skurrilsten entscheiden. Das ist in diesem Jahr „Cake to bake“ (ja, Kopenhagen wird offensichtlich ein Backparadies…), das betont nerdig und lässig vorgetragen wurde. Prompt fallen die Balten drauf rein und denken sich, das könnte mal wieder klappen. Könnte es tatsächlich, wenn die Wogen zu Hause geglättet sind, dass der Sänger Jöran Steinhauer eigentlich Deutscher ist und nun auf Lette macht. Aber das holt seine knuffige Backgroundsängerin mit dem unmöglichen Minikleid und der schlabberigen Frisur dreimal wieder raus. Und genau das ist möglicherweise die Mischung, die am Finalabend im Mai die Feier- und Bierlaunigen Zuschauer lieben werden. Schade trotzdem, dass die in Tracht erschienene Olga (seit Wochen in der Playlist ganz oben) dagegen etwas hüftsteif wirkte und gar das gestrige Superfinale verpasste. Egal, nach Malta und Island werden wir also in Kopenhagen einen weiteren „Back-to-Basic“-Beitrag hören, offensichtlich ein Trend in 2014.

So. Und zum Schluss präsentierte man der staunenden Menge in Skopje, was für einen langweiligen Titel die Euro-Funktionäre für die landesweit beliebte Tijana Dapčević hinter verschlossenen Türen ausgesucht hatten. „To the Sky“ ist ein harmloses Popliedchen, das weitestgehend auf landestypische Elemente verzichtet, und bei dem einem die Sängerin schon jetzt leid tun kann. Chance vertan! Mal sehen, wo sich Europa kommendes Wochenende so verwählen wird…

Foto: flickr/mira


  • 0

Time for a Change… die 4. Playlist 2014

Oops… die kleine Playlist wird gewaltig durchgewirbelt und möglicherweise gibt es nun die erste Favoritin für den Song Contest 2014! Mal sehen, was die Rumänen am 01. März dazu sagen, und ob sie sich von dem nöligen Ovi-und-Paula-Hype befreien können. Aber auch Norwegen enttäuscht in diesem Jahr nicht, seitdem es versucht, auf Eesti Laul zu machen. Und Deutschland? Lass uns doch bitte den Grafen und die Seemänner vergessen und die Chose wirklich einzig nach der Musik beurteilen… schön wär’s.

Pos VW Nat Interpret Titel
01 00 EST Anca Florescu Hearts collide
02 01 EST Tim Peters Limit
03 03 HUN Bogi We all
04 02 LAT Olga & Ligo Saule riet
05 00 LAT Vaida One more Time
06 05 MAL De Bee Pin the Middle
07 06 LAT Sandra Nurmsalu Kui tuuled pöörduvad
08 04 GER MarieMarie Cotton Candy Hurricane
09 00 LAT Carl Espen Silent Storm
10 00 LAT The dAdA Unpredictable
11 09 LAT Eilands, Puce, Bubujanca Revelation
12 00 LAT Moi Bensin
13 06 LAT Das gezeichnete Ich Weil du da bist
14 10 EST The Titels Flame
15 00 EST Boris Covali Perfect Day
16 00 EST EKO Red
17 08 SWE Martin Stenmarck När änglarna går hem
18 11 HUN Emma La mia Città
19 13 HUN Kallay Saunders Running
20 12 FIN Softengine Something better

 


  • 0

Erneuter Versuch

OMARLEER
Omar Naber ist seit seinen unvergesslichen Wasserspielen 2005 ein eurovisionärer Liebling. Dieser Tage tourt er noch etwas uninspiriert mit den Jungs von „Total Knockout“, einer „Male Erotic Show“, durch Slowenien, daher wäre ein Karriereschub durch die EMA, dem slowenischen Vorentscheid, wohl mehr als willkommen. Am 08. März wird er in Ljubljana in Konkurrenz mit sechs anderen Acts um die Fahrkarte in die dänische Hauptstadt kämpfen, und wer weiß, vielleicht bringt er ja seine neuen Freunde als Verstärkung mit. „Žamet“, das erst heute bei Youtube hochgeladen wurde (aber in Deutschland wie so viele andere Clips nicht abspielbar ist…grrrr), wurde jedoch als Beitrag bislang noch nicht bestätigt. Stay tuned!

Foto: OmarNaber/facebook


  • 0

Na, jetzt erst recht… die 3. Playlist 2014

Nun gut, wenn der NDR seltsame Rankings erstellen kann, dann darf der eurovisionaer das wohl auch. Und mit einer Nummer 1, die es leider – wie wir seit heute wissen – nie und nimmer nach Kopenhagen schafft – seufz. Zwischenzeitlich liegen außerdem die Vorentscheidungsbeiträge aus Spanien, Irland und Moldawien vor, ebenso einige der Mello-Schlager, jedoch ohne größere Auswirkungen auf die dritte eurovisionaere Playlist. Und die finalen Beiträge aus Malta und der Schweiz beeindrucken gar überhaupt nicht… Da kommt es in dieser Saison wohl auf den Endspurt an.

Pos VW Nat Interpret Titel
01 02 EST Tim Peters Limit
02 01 LAT Olga & Ligo Saule riet
03 05 HUN Bogi We all
04 00 GER MarieMarie Cotton Candy Hurricane
05 04 MAL De Bee Pin the Middle
06 08 LAT Sandra Nurmsalu Kui tuuled pöörduvad
07 06 LAT Das gezeichnete Ich Weil du da bist
08 00 SWE Martin Stenmarck När änglarna går hem
09 07 LAT Eilands, Puce, Bubujanca Revelation
10 03 EST The Titels Flame
11 12 HUN Emma La mia Città
12 17 FIN Softengine Something better
13 10 HUN Kallay Saunders Running
14 11 HUN Ásdís María Viðarsdóttir Amor
15 14 UKR Uli Rud Tsvetok
16 00 ESP Brequette Mas
17 16 HUN New Level Empire The last one
18 09 HUN Pal Denes Brave new world
19 13 BLR TEO Cheesecake
20 15 LAT Aarzemnieki Cake to bake

 


  • 1

Ach nöö… 10 Kandidaten für die Wildcard

Was lange währt, wird nicht immer gut. Der NDR gab heute die zehn Bewerber bekannt, die um die Wildcard für die deutsche Vorentscheidung 2014 beim sogenannten Clubkonzert am 27. Februar in Hamburg wettsingen werden:

  • Ambre Vallet
  • Bartosz
  • Caroline Rose
  • Cassie Greene
  • Elaiza
  • Max Krumm
  • Melanie Schlüter
  • Nicole Milik
  • Simon Glöde
  • Valentina

Offenbar handelt es sich bei dem Gig im Edelfettwerk eher um eine Acoustic-Session, denn die Mehrheit der Hörbeispiele (anders kann man es nicht nennen, wenn durchgängig unklar ist, mit welchem Song die Kandidaten auftreten werden, zumal einige gar nur Coverversionen mehr oder minder bekannter Songs präsentierten) hört sich nach verträumtem Kleinmädchenpop an. Schade, weichgespülte Radiomucke kommt also dabei raus, wenn auch hier die Bosse der Plattenfirmen entscheiden dürfen, wer rein kommt und wer nicht. Dagegen scheint das Votum der Internetgemeinde in die Entscheidung kaum bzw. gar nicht eingeflossen zu sein, was uns zumindest im Fall Kübelböck und diverser anderer Castingsternchen vor Schlimmerem bewahrt. Gleichwohl sind wir aus meiner Sicht nun mit geballter Langeweile konfrontiert, die – soweit lege ich mich jetzt schon mal fest – bei der finalen Entscheidung in Köln keine Rolle spielen wird.

Und ich will ja nicht nerven, aber als international Erfolg versprechend und mit einer Erfolgs-DNA des ESC versehen – wie es der Sender eigenlobend behauptet – halte ich keinen der nun ausgesuchten Newcomer. Wo ist Dance, Metal oder Rock? Und ebenso für Fans von Electro oder Synthie-Pop, noch im Vorjahr hervorragend mit den Blitzkids und Ben Ivory besetzt, bleibt nur das große Gähnen. Der eurovisionäre Favorit der insgesamt 2240 Einreichungen, Tim Peters, hätte diese Lücke sicherlich gut füllen können, schade drum – aber offensichtlich hat der NDR in diesem Jahr andere Pläne.


  • 0

Malta kommt nach Hause

Nach dem Erfolg von Strahlemann Gianluca Bezzina in Malmö bleiben die Malteser in der Handmade-Music-Spur und schicken die Band „Firelight“ ins Eurovisionsfinale 2014. Nun gut, wohl eher deren Jury, die zu 6/7 an der Entscheidung beteiligt war. Was in diesem Fall wohl auch ganz okay ist, denn ansonsten hätten wir ein weiteres Eurphoria-Plagiat namens „Hypnotica“ über uns ergehen lassen müssen. Schade nur um den eurovisionären Fave De Bee, die es immerhin auf den zweiten Platz der nationalen Vorauswahl geschafft hatte und deren „Pin in the Middle“ mal was ganz anderes für eurovisionsverwöhnte Ohren gewesen wäre. Bleibt die Frage, warum noch ein nationales Festival über zwei Tage aus dem Boden stampfen, wenn die Entscheidung doch eh schon hinter verschlossenenen Türen getroffen wurde.
Egal, während sich nun europaweit rauf und runter die positiven Stimmen ob der maltesischen Wahl mehren, bleibt festzuhalten, dass die Folkcombo „Firelight“ bis zum 10. Mai noch einige Hausaufgaben zu erledigen hat… und was dann das maltesische Voting betrifft, lässt sich auch kurz und knapp zusammenfassen: Europe is watching you!


Der eurovisionaer schmeißt nix weg - den verstaubten alten Kram gibt's hier...