Monthly Archives: Juli 2014

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Hysterie in Eurovisionia

Austria 2015leer
Bekanntermaßen fürchtet der hingebungsvolle ESC-Nerd keine Jahreszeit mehr als den in Mitteleuropa eher feuchten Hochsommer. Weniger aus meteorologischen Gründen, denn vielmehr aufgrund der Tatsache, dass es dann über seinen Lieblingswettbewerb nichts zu berichten gibt. Gar nichts! Alle – vom maltesischen Schlagersternchen über die mächtigen Head of Delegations der Big Five, meinem Liebling Jan Ola und selbst Ralph Siegel – alle nehmen sich eine wohlverdiente Auszeit vom eurovisionaeren Trubel, um neue Schaffenskraft für die kommende Saison zu tanken. Die braucht der Fan nicht. Er steht ständig unter Strom auf der Suche nach ihm den Atem raubenden Breaking News. Doch was, wenn partout keine vermeldet werden?

Dann nörgelt und fantasiert der ESC-Anhänger. Es ist ja auch ein starkes Stück, dass so ein kleines Land wie Österreich Monate braucht, einen Austragungsort zu bestimmen, der eine passende Pilgerstätte für die Pfingstwoche 2015 abgeben könnte. Und da der Fan schließlich nicht an einem paneuropäischen Jugendlager in der Provinz, sondern einem mondänen Event an den heißesten Spots des Kontinents partizipieren möchte, hat er seine Wahl auch längst getroffen. Unter Wien geht nichts! Von Garz (oder wie das heißt) hat er zuvor noch nie was gehört und Innsbruck mag vielleicht Olympische Spiele ausrichten können, aber das reicht doch bitteschön nicht, um einen modernen Eurovision Song Contest zu veranstalten! Der ORF scheint ob all dieser Knatscherei schon einzuknicken, gab er doch dieser Tage bekannt, dass eine Entscheidung bereits Anfang August zu erwarten sei. Wird ja auch Zeit, schallt es ihm da entgegen, denn bequeme Verkehrsmittel und schicke Designerhotels wollen letzten Endes verbindlich reserviert werden. Ständig in Sorge, bereits morgen könnte alles ausgebucht sein, ist das Abwarten nun gar keine Stärke dieser nervösen Hemden. Mögen sie bald erlöst werden!

Und falls dann – hoffentlich! – zur Zufriedenheit aller Beteiligten entschieden werde sollte (nicht auszudenken, welcher Shitstorm sonst losbrechen würde), wechselt der Eurovisionsfan in den Fantasiermodus. Ganz Erfahrene können übrigens beides gleichzeitig. Während sie also eben noch über die Alternativlosigkeit der österreichischen Hauptstadt referierten, beschäftigen sie sich zugleich mit der für sie bangen Frage, wer denn das Heimatland dort überhaupt ordentlich vertreten könnte. Zumindest in deutschen Landen wird auch in dieser Frage kaum eine Diskussion zugelassen: Zur Kaiserin Conchita kann selbstredend nur die Königin Helene entsendet werden! Und so liest der eurovisionaer in allen ihm bekannten sozialen Netzwerken grad nichts anderes als das Loblied auf Frau Fischer. Doch da will er nicht mitsingen mitmachen und überlegt sich, dem Blog ganz einfach Betriebsferien zu verordnen.

Grafik: eurovisionaer


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ORF bestätigt Termine 2015

termine 2015Um die schmerzhafte Wartezeit bis zur Verkündung des ESC-Austragungsortes, die irgendwann Ende Juli / Anfang August erfolgen soll, zu überbrücken, hat der ORF schon mal die Termine für den Song Contest 2015 bestätigt. Der Pfingsturlaub findet dann also in Österreich statt und die erschöpften eurovisionaere dürfen sich auf ein langes Rekonvaleszenzwochenende freuen. Prima! Grafik: eurovisionaer


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Wer zu spät kommt…

wieder daSo. Nach einer Woche bürger- weltmeisterlichem Partyrausch, seinen unendlich vielen Bierchen, nächtlichen Abklatschern, einem Jahr mehr auf dem schmerzenden Buckel und zwei weiteren das Sixpäck verdeckende Kilos ist der eurovisionaer wieder im Soll am Platz und kümmert sich um das, was im Leben in der ESC-Blase wirklich wichtig ist.

Während sich unsere österreichischen Freunde inmitten aller WM-Euphorie dezent mit der Bekanntgabe des eurovisionaeren Wallfahrtsortes 2015 zurückgehalten haben, sorgen heuer zwei andere Song-Contest-Schwergewichte für Schlagzeilen. Malta und Zypern haben ihren Besuch im kommenden Jahr in Innsbruck (oder doch Wien?) bestätigt. Vorbildlich, denn nur wenige Tage zuvor hatte die EBU seine Pappenheimer aufgefordert, nicht wieder so einen Eiertanz wie vor der Kopenhagener Saison aufzuführen und gefälligst bitte bis zum 10.10. Bescheid zu geben, ob Jan Ola mit ihrem Erscheinen zur 60. Wettbewerbsausgabe im Mai 2015 rechnen darf. Quasi eine dieser neumodischen Save-The-Date-Dinger, damit sich später auch keiner drücken kann. Aber zurück zu den beiden Inseln.

Diese haben nämlich nicht einfach kurz Meldung gegeben, sondern bereits ihre komplette Vorentscheidung für den Jubiläumsjahrgang durchgeplant. Und ähnlich wie zuletzt der eurovisionaer, haben sie dabei wohl nicht an alkoholischen Getränken gespart. Anders lässt es sich nämlich kaum erklären, dass sich ausgerechnet Zypern, das noch 2014 wegen chronischer Finanzierungsschwierigkeiten ausgesetzt hatte, ein offensichtlich mello-inspiriertes Format mit diversen Vor- , Zwischen- , Halbfinal- und Endrunden leisten möchte, welches logischerweise ob seiner Üppigkeit schon im Herbst starten soll. Anders als dieser vom Grundgedanken her eigentlich ganz basisdemokratische Auswahlmodus (schließlich sind die Chancen für den Zyprioten an sich recht hoch, irgendwo in diesem Mammutprojekt mitsingen zu dürfen), so trägt das Vorhaben der Malteser schon fast diktatorische Züge.

Auch die sieben in mehreren Instanzen aus, allerdings wird der gemeine Televoter darauf mit lediglich 14 %  Einfluss nehmen können. Den Rest des Entscheidungskuchens darf sich eine – wahrscheinlich senile – Experten-Jury einverleiben, die zudem das Recht erhält, bei Missfallen den Siegertitel komplett auszutauschen. Das kannten wir bislang nur aus Weißrussland! Clever auch der Zeitpunkt dieses absehbaren Kuhhandels: Da der vom eurovisionaer verhassste Junior-ESC eh schon in Valetta stattfindet, nutzt der sparsame heimische Sender PBS schnell die dann vorhandene Bühne, um den glamourösen Maltasong For Europe über selbige zu bringen. Am 22. November 2014. Anschließend hat der Kandidat Maltas schlappe sechs Monate Zeit, in Vergessenheit zu geraten quer durch Europa zu tingeln.

Update: Bei so viel eurovisionaerer Vorfreude lassen sich auch die Mazedonier nicht lumpen, wie ESC-United in diesem Moment berichtet: Denn, obschon sich diese erst kürzlich im Rahmen einer vom verantwortlichen Sender veröffentlichten Umfrage mehrheitlich gegen eine erneute Song-Contest-Teilnahme ausgesprochen hatten, sind sie nun auch in Wien … äh Innsbruck wieder dabei. Gut so!


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Geschüttelt, nicht gerührt – 2014 remixed

Remix ESC 2014 Cover 1000leer
Fertig! Selten hat der eurovisionaer so lange an nem Mix rumgefummelt wie an diesem. Dabei lag die Schwierigkeit wohl weniger in einer bislang unbekannten Pingeligkeit des Blogbetreibers, denn in der zwischen Gibraltar und Hammerfest plötzlich ausgebrochenen Zurückhaltung paneuropäischer DJ’s begründet, die sich 2014 offenbar nur noch widerwillig an eurovisionäres Liedgut herantrauten. Egal, nun liegt der Mix ja aufm Tisch bzw. kann er in der Leiste rechts oder via Soundcloud angeklickt werden. Und das passende Tracklisting gibt es selbstverständlich hier.  Ob sich das Unterfangen gelohnt hat, mag der geneigte Zuhörer dann selbst entscheiden…

Grafik: eurovisionaer


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