Monthly Archives: Januar 2015

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Die eurovisionaere Playlist 2015 | Vol.2

So! (Fast) genug gebloggt für heute. Schnell noch die aktualisierte Playlist posten, die zwar keinen neuen Favoriten hervorzaubert, den eurovisionaer jedoch vorerst zum Nordlicht werden lässt. Das aber liegt natürlich auch daran, dass in den vergangenen Tagen allesamt Island, Dänemark und Lettland, wenn auch in recht unterschiedlicher Qualität, abgeliefert haben. Tja, und selbst für das etwas angestaubte Chanson aus Frankreich kann sich der Hausherr vorübergehend erwärmen… (Fortsetzung folgt).

playlist 2015-01

Pos  VW Nation Interpret Titel
01 01 est Elina Born & Stig Rästa Goodbye to Yesterday
02 02 fin Satin Circus Crossroads
03 00 ice Sunday Fjaðrir
04 03 ch Plutonic (ft. Luke Girvan) Will It Feel Like Forever
05 00 lat Aminata Savadogo Love injected
06 04 hun Passed Mesmerize
07 05 est Karl-Erik Taukar Päev korraga
08 06 mol Olea Roshe Nu
09 08 GER Alexa Feser Glück
10 00 lat Elektro Folk Dieva deli
11 00 lat Framest Ziema
12 00 est Blue Stocking Kordumatu
13 00 fra Liza Angell N’oubliez pas
14 07 ger The Helmut Bergers Melodia
15 12 lit Demo Artist Factory Hearts
16 11 hun Bogi World of Violence
17 13 ch Elias ft. Zero In On Your Perfume
18 00 den Anne Gadegaard Suitcase
19 00 lat Katrina Bindere Run to you
20 16 hun Kati Wolf Ne engedj el
Grafik: eurovisionaer


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Wien gibt sich die Kugel

Nachdem sich der Aufsichtsbeamte Jon Ola vom ordnungsgemäßen Zustand des Ziehungsgerätes und den drölfzehn Kugeln überzeugt hatte, durften die zauberhafte Kati und der fesche Andi zur Tat schreiten. Im schmucken Wiener Rathaus wurden gestern im Rahmen des feierlichen „Allocation Draw“ die Teilnehmer der beiden ESC-Halbfinals 2015 ausgelost. An den müßigen Spekulationen, ob nun Aserbaidschan besonderes Lospech ereilt oder die Belgier und Niederländer sich wie Bolle freuen dürfen, mag sich der eurovisionaer momentan nicht beteiligen. Wohl aber will er gerne ergänzen, dass im ersten Semi Österreich, Spanien und Frankreich, im zweiten wiederum Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich abstimmen dürfen. Der genaue Startplatz der Semifinalisten soll – wie immer in den letzten Jahren – nach dramaturgischen Gesichtspunkten bestimmt und erst im März bekanntgegeben werden.

auslosung semifinal ORFMilenko Badzic Grafik: ORF / Milenko Badzic

Passend zur Auslosung wird der ORF übrigens ab kommenden Donnerstag, 29. Januar 2015 um 9 Uhr, weitere Tickets (allerdings ausschließlich Proben- und Halbfinalkarten) in den Verkauf geben. Wie schon im Dezember, als die Server des Veranstalters unter dem Ansturm der Fans kollabierten, sind sie über folgende Wege zu beziehen:


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Die Besten der Esten

Erstaunliches passiert gerade in der eurovisionären Welt. Des Bloggers Empfehlung der Saison, das wunderbare „Goodbye to Yesterday“, sorgt nicht allein im Kosmos der Fanboys für Furore. Lange bevor die erste Vorrunde oder gar das Finale des diesjährigen Eesti Laul über die Bühne gegangen ist, führt der Beitrag die Download-Charts der baltischen Republik an, ohne dass ein anderer Wettbewerbskonkurrent auch nur in Sichtweite wäre.

zettel est ituneszettel oddcheckerOkay, wenn die nationale Begeisterung für einen Song frühzeitig sehr hoch ist, kann das in manchen Ländern schon mal passieren (… allerdings wohl nie in Deutschland). Überraschenderweise setzt sich dieser Trend jedoch sogar europaweit durch, zumindest wenn wir die ersten Wettquoten auf den Gesamtsieg beim Eurovision Song Contest 2015 zu Rate ziehen (Grafik links). Mal abgesehen davon, dass keiner der dort vertretenen Top-Ten-Anwärter seinen Wienvertreter bereits bestimmt hat, – was nebenbei einiges über die Qualität der bislang ausgewählten sieben Beiträge aussagt – führt Estland diese Liste recht eindeutig an. Zählen wir nun eins und eins zusammen, bleibt nur zu hoffen, dass Tallinn seine Wahl am 28.02. nicht wieder einmal völlig vergeigt.

Derweil rühren Stig Rästa und Elina Born gerade zu Hause die Werbetrommel und performen ihren Song in jeder sich bietenden frühmorgendlichen bzw. nachmittäglichen estnischen Fernsehshow. Und der eurovisionaer stellt fest: Da ist noch Luft nach oben, denn entweder sind die beiden eher nachtaktiv oder sie erleiden gerade eine für die Jahreszeit vermutlich typisch baltische Depression. Oder haben sie schon jetzt keinen Bock mehr auf ihren potentiellen Siegertitel? Ende Februar ist Europa ein wenig klüger.

Grafiken: eurovisionaer


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Noch ein Schnipsel – USFÖ Update

Ein kleines Update zur deutschen Vorentscheidung am 05.03.2015: Die Mittelaltercombo Faun bewirbt ihre neue Live-CD; auf ihr sind zwei Tracks, die als ESC-Versionen betitelt werden. So langsam vervollständigt sich also das alljährliche NDR-Puzzle…

Alexa Feser Glück Das Gold von morgen
Andreas Kümmert Home is in my Hands Heart of Stone
Fahrenhaidt Frozen Silence Mother Earth
Faun Hörst du die Trommeln Abschied
Laing Zeig deine Muskeln Wechselt die Beleuchtung
Mrs Greenbird Shine Shine Shine Take my Hand
Noize Generation Song for U Crazy now

leer
Update vom Update
: Da in der Tube eh immer wieder Links gelöscht werden, hier ein knackiger Videokanal, der alle bisher bestätigten USFÖ-Songs sehr nutzerfreundlich, weil kompakt, listet. Merci dafür!


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La France n’oublie pas…

…wie oft ein klassisches Chanson in der Vergangenheit den Eurovision Song Contest dominierte. Leider war das zu einer Zeit, als der Wettbewerb noch als Grand Prix d’Eurovision de la Chanson etikettiert wurde – also vor gefühlten 30 Jahren. 2015 wollen die Franzosen diese Erfolgsformel zu neuem Leben erwecken, denn sie nominierten heute die 46jährige Sängerin Lisa Angell mit dem Beitrag „N’oubliez pas“ für Wien.

Auch, wenn diese eine zweifelsohne formidable Stimme besitzt, wird man beim Hören des ersten Soundschnipsels das Gefühl nicht los, dass Madame Angell vermutlich nicht die erste Wahl des zuständigen TV-Senders France 2 war, so innig sie auch kürzlich den ESC-Klassiker „L’Oiseau et l’Enfant“ in irgendeinem obskuren Vorstadtetablissement intonierte. Eher in der Schublade „Variété française“ verortet, noch dazu mit einer gewissen Ähnlichkeit zu unserer Kanzlerin gesegnet, erscheint sie wie ein krasser Gegenentwurf zu den letztjährigen Teilnehmern TwinTwin. Die kamen in Kopenhagen zwar halbwegs zeitgemäß daher, fuhren dann aber doch mit nur zwei Punkten als Schlusslicht nach Hause. Konsequenterweise ist jetzt das Unscheinbare offenbar das Risiko, das man in Paris anno 2015 eingehen und so an traditionelle Festivalerfolge anknüpfen möchte. Nun gut, selbst das Hausbackene kann zu Zeiten bärtiger Siegerinnen immer mal wieder für eine solide Platzierung im Mittelfeld sorgen. Aber der große Coup, oder gar Sieg, den der eurovisionaer – aus einem unspezifischen Bauchgefühl heraus – den Franzosen für dieses Jahr prognostiziert hatte, scheint unter diesen Vorzeichen wohl mehr als unwahrscheinlich. Tant pis!

Übrigens, die Ballade „N’oubliez pas“, die im Mai nach Österreich geschickt wird, stammt von Robert Goldman. Er ist leider kein so begnadeter Komponist wie sein Bruder – und vom Blogger sehr verehrten – Jean-Jacques, verhalf aber immerhin Natasha Saint-Pier zu einem respektablen vierten Platz beim Song Contest 2001 mit „Je n’ai que mon Ame“. Bis heute ist das die beste Platzierung der Grande Nation innerhalb der letzten 20 Jahre.

Update: Mittlerweile gibts den kompletten Song.


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Dem ESC geht ein Licht auf

Hui, da machen wir aber große Augen! Der ORF präsentierte heute offiziell das Bühnendesign zum Wiener Eurovision Song Contest 2015. Erster Eindruck: weniger eckig und kantig als sein Rubikscher Vorgänger in Kopenhagen. Statt dessen ein gigantomanisches Auge. Das überrascht, denn getreu dem diesjährigen Leitmotiv wären unzählige Brücken eigentlich naheliegender gewesen. Da wir die jedoch erst kürzlich in Malmö erleiden bestaunen durften, sind sie wohl vorübergehend von der Liste unverzichtbarer Bühnenelemente gestrichen worden. Gut so! Zum eigentlichen Schauplatz: Rund um den im Durchmesser elf Meter breiten Auftrittsbereich sind unzählige LED-Säulen angeordnet, die individuelle Lichtstimmungen erzeugen sollen. Ganz geschickt nehmen sie auf das bereits bekannte Logo Bezug, könnten aber bei exzessiver Nutzung dazu führen, dass die eh schon stehplatzgeschwächten Fans im Halleninnenraum zur Vermeidung vorübergehender Erblindung besser Schutzbrillen bei sich tragen sollten. Und schließlich: Der Hintergrund lässt sich, ähnlich wie in Düsseldorf, in der Mitte auseinanderfahren, daher ist zu vermuten, dass dort auch der Green Room – die chillige Wartezone für alle Wettbewerbsteilnehmer – platziert werden wird.

Dem Entwurf nach sieht das insgesamt recht schnieke aus, allerdings fehlt ein nahezu endloser Catwalk inklusive Mini-Satellitenbühne oder eben besagter Green Room inmitten der Halle – wie zuletzt in der dänischen Schiffswerft. Denn das vor Begeisterung rasende eurovisionäre Publikum liebt es mittlerweile, wenn es seine Stars kurz anfassen oder gar in die Wade zwicken darf. Derartig kultische Handlungen sind in Österreich wohl aber verpönt, folgerichtig wirkt auch die eigentliche Bühne ein wenig weit entrückt, so als sollte die klassische Contest-Hierarchie längst vergangener Jahre zu neuem Leben erweckt werden. Doch der eurovisionaer will nicht schon wieder kleingeistige Erbsen zählen und verweist auf die verantwortlichen Designer Florian Wieder, Al Gurdon und Kurt Pongratzer. Sie versichern – Achtung Kreativensprech! – das Auge sei als Portal zu verstehen und werde eine Brücke zwischen Künstlern, Delegationen und Zuschauern bilden. Da ist sie also doch, die Brücke! Wie so oft, bedarf es für derartig ambitionierte künstlerische Unternehmungen halt nur der passenden (wortreichen) Erklärungen.

Stage Design EBU ORF Grafik: ORF / EBU


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Die eurovisionaere Playlist 2015

Es ist soweit! Der eurovisionaer hat sich in den vergangenen Wochen durch die Vorentscheidungen Europas gehört und seine erste Hitparade der Saison 2015 aufgestellt. Wissenschaftlich zwar noch nicht bewiesen, aber mit Sicherheit empirisch belegbar, ist ein solches Ranking übrigens für den (überdurchschnittlich häufig schwulen) ESC-Anhänger das, was für den (angeblich zumeist heterosexuellen) Fußballfan die wöchentliche Bundesligatabelle darstellt. Bei einzelnen Personen soll es gar eine Verschmelzung beider Vorlieben geben, was sie aber wiederum nicht sogleich bi- oder transsexuell werden lässt.

Aber lassen wir das. Wie an dieser Stelle mehrfach vermeldet, hat der eurovisionaer einen ersten Favoriten der Saison. Und nicht nur er. Doch wie so viele der hier gelisteten Hörvergnügungen muss auch dieser erst einmal seine heimische Vorauswahl überstehen, um überhaupt internationale ESC-Ehren einfahren zu können. Denn für manche – wie zum Beispiel alle Schweizer Songs dieses Rankings – ist dieser Zug längst abgefahren, da es keiner von ihnen in das Finale der Eidgenossen geschafft hat. Schade um deren Mühen und den ganz offensichtlich nicht massenkompatiblen Geschmack des Blogwarts! Ach, und von den bisher sechs offiziell festgezurrten Wienbeiträgen findet sich auch nur einer in dieser Liste wieder. Das sagt – leider – eine Menge darüber aus, was uns im Mai tatsächlich erwartet. (Fortsetzung folgt).

playlist 2015-01

Pos Nation Interpret Titel
01 est Elina Born & Stig Rästa Goodbye to Yesterday
02 HUN Satin Circus Crossroads
03 SLO Plutonic (ft. Luke Girvan) Will It Feel Like Forever
04 EST Passed Mesmerize
05 SWE Karl-Erik Taukar Päev korraga
06 EST Olea Roshe Nu
07 MAL The Helmut Bergers Melodia
08 GER Alexa Feser Glück
09 LAT Demo Artist Take my Heart
10 NED Vad Vuc Cocktail e fantasmi
11 LAT Bogi World of Violence
12 GER Demo Artist Factory Hearts
13 MAL Elias ft. Zero In On Your Perfume
14 LAT Trijntje Oosterhuis Walk Along
15 EST Deborah C It’s ok
16 MAL Kati Wolf Ne engedj el
17 LAT Siru Mustelmat
18 EST IV Fire
19 HUN Joce Panov Ni Lj Od Ljubovta
20 SWE Karmapolis The Time is now
Grafik: eurovisionaer


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Was sonst noch geschah

esp facebookAn einem aus deutscher ESC-Sicht so ereignisreichen Tag …räusper… sollten wir trotzdem unsere europäischen Mitbewerber nicht aus den Augen verlieren. Spanien, ebenfalls mit dem Big-Five-Status versehen, hatte heuer keine Lust auf teure und die leidenschaftliche Anhängerschaft eh nie zufriedenstellende Vorentscheidungen und daher mal kurzerhand herumtelefoniert. Edurne, Casting-Opfer der Operacion Triunfo und TV-Moderatorin, ist wohl als einzige an den Apparat gegangen und darf sich – schwupps! – ab heute Eurovision-Song-Contest-Teilnehmerin nennen. Ihr Lied für Wien, „Amanecer“, hat Tony Sanchez Ohlsson geschrieben, der seit 2007 im eurovisionären Dauereinsatz ist und bereits zig Festivalbeiträge produziert hat. Da das Werk jedoch noch keiner gehört hat, beschreibt Edurne es unbestätigten Meldungen zufolge so: „Es ist ganz anders als alle bisherigen spanischen Beiträge – Qualitätspop!“ Aha, na da werden sich ihre Vorgänger ja herzlich bedanken.

GEO facebookKommen wir zu Georgien. Während anderenorts wie zum Beispiel in Litauen über drei Monate um die Wette gesungen wird, hat man auch in Tiflis gespart und die nationale Vorauswahl mal eben ins Nachmittagsprogramm verbannt. Als Gewinnerin des Kaffeekränzchens wurde die zwanzigjährige Nina Sublati auserkoren. Kurios daran ist, dass in Wien erstmals in der Song-Contest-Geschichte zwei Lieder mit gleichem Titel an den Start gehen werden. Nach der schrecklichen Amber aus Malta besingt nun auch die Georgierin einen „Warrior“. Allerdings ebenfalls nicht viel besser. Mal sehen, wer 2015 noch alles den Kämpfern huldigt. Martialische Bande!

Fotoquellen: Facebook


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Ich freu mich so hart

Ach Frau Meyer-Landrut, was waren das noch für unverkrampfte Zeiten damals mit Ihnen! Hier die standardisierten Reaktionen der deutschen Vorentscheidungskandidaten 2015 zu ihrer USFÖ-Nominierung. Gespielte Freude, wohin man nur schaut!

ve freude wordle

Grafik: eurovisionaer


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Wunder gibt es immer wieder

Gerade ruft der aufgeregte Herr V an und mahnt eine bissige Einschätzung des eurovisionaers an, nachdem doch heute in aller Herrgottsfrühe die sieben Teilnehmer für Hannover preisgegeben wurden! Der aber tut sich noch ein wenig schwer, die vom NDR und Brainpool zusammengewürfelte Meute wahlweise in den Himmel zu loben oder ein Donnerwetter loszulassen. Hier also erst einmal ein Blick auf die von den Plattenfirmen diktierte Liste:

ve ger alle

leer
Foto: Universal Music, Michael Zargarinejad, Max Parovsky, Facebook
Alexa Feser Glück Mehr als ein Lied
Andreas Kümmert
Fahrenhaidt Frozen Silence
Faun
Laing Zeig deine Muskeln
Mrs Greenbird Shine Shine Shine
Noize Generation Song 4 U

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Was diesem Starterfeld fehlt, ist eindeutig ein eindeutiger Favorit. Nachteilig ist das sicher ganz und gar nicht, sollen doch die Songs überzeugen und weniger das Etikett „Weltstar in Deutschland“, mit dem später beim Songfestival eh kein Mensch etwas anfangen könnte. Seien wir also froh, dass uns die von so vielen verwirrten Seelen herbeigewünschte göttliche Helene erspart bleibt, denn eine Erfolgsgarantin für Europa wäre auch sie nicht gewesen (und wenn überhaupt, dann eine zweifelhafte…).

Bleiben wir also bei den Songs, die die eigentliche Hauptrolle in dieser Vorstellung spielen. Problem: Wir kennen sie noch nicht. Wenigstens nicht wirklich, denn wenn in der Tabelle oben nun einige Titel auftauchen, sind sie bislang zumindest nicht offiziell bestätigt. Vielmehr äußert sich heute der eine oder andere Künstler per Tweet oder auf seiner Facebookseite, was er oder sie sich so für Hannover ausgedacht haben und wirft der gierigen Fanschar zugleich einen kleinen Songschnipsel vor die Füße. Oder deren Labels halt. Und von daher ist wohl zu vermuten, dass ihnen allen die deutsche Vorentscheidung – ähnlich wie schon im vergangenen Jahr – lediglich als mißbrauchbare TV-Plattform dienen soll, neue Tonträger oder Tourneen zu bewerben.

Die uralte ABBA-Philosophie (Gott hab die alten Schweden selig!), ganz gezielt für das Festival und den europäischen Markt zu produzieren, eine internationale Karriere starten zu wollen, halt einfach dicke Eier in der Hose zu haben, kann der hier bloggende Blogger leider nicht ausmachen. Und dazu passt es ebenso, dass der NDR zwar via kleiner Presseinfo die Namen seiner Schäfchen lanciert, die weitere Bewerbung jener Kandidaten aber Dritten überlasst. Das können andere in der Eurovisionsfamilie, wie zum Beispiel der verantwortliche finnische Sender YLE, besser. Die legten nämlich im zweiten Schritt mit einem schicken Onlineportal nach, das dem ESC-Anorak Spaß macht, weil es alle Songs, professionellen Videos und Hintergrundinfos geschmeidig zusammenfasst und keine Wünsche offen lässt. Aber vielleicht drängelt der eurovisionaer mal wieder zu sehr und sollte sich statt dessen einfach ein wenig in Geduld üben…


Der eurovisionaer schmeißt nix weg - den verstaubten alten Kram gibt's hier...