Deutschland im Mittelmaß

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Deutschland im Mittelmaß

Jamie-Lee | Ghost

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Auch wenn es unbeirrte Fans tausendmal wiederholen… eine zweite Lena haben wir in Stockholm leider nicht am Start. Denn die viel zitierten Parallelen funktionieren nicht wirklich. Anders als das charismatische Fräulein Meyer-Landrut ist und bleibt die kleine Jamie-Lee ein The-Voice-Kunstprodukt, das den ESC allenfalls als karriereverlängernde Maßnahme mitnimmt. Der viel beschworene Hannover-Mythos? Scheibenkleister! Frau Kriewitz stammt aus Springe, von dort fährt man schon ne gute halbe Stunde in die niedersächsische Metropole. Und das Wichtigste: Ein Blick in die heimischen Charts genügt, um zu sehen, dass „Ghost“ die Deutschen weit weniger flasht als das legendäre „Satellite“.

Und trotzdem: nach dem völlig mißglückten Naidoo-Coup und der an Peinlichkeit kaum zu überbietenden Vorentscheidungsalternative Alex Diehl ist die kleine Mangafee eine okaye Wahl. Schließlich wird sie mit definitv mehr Punkten als die zuletzt kläglich gescheiterte und vom ESC-Hof mit Schimpf und Schande verjagte Ann-Sophie nach Hause fahren dürfen (dem neuen EBU-Wertungsprozedere sei Dank). Und das ist in diesem Jahr alles, was für uns Deutsche zählt. Schämen müssen wir uns also nicht – Mittelmaß ist ja auch ganz schön.

Bestes Mal: Lena Meyer-Landrut | Satellite

Letztes Mal: Ann Sophie | Black Smoke


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