Artikel 2013

  • 0

Abba wollen Geschichte schreiben…

abba…wollen offensichtlich die Abba-B’s Benny & Björn. Gemeinsam mit dem schwedischen Dance-Projekt Avicii haben sie das Stück „We write the Story“ komponiert, das laut Eurovision.tv die Finalshow am 18. Mai eröffnen wird. Eine Eurovisionshymne mit großem Chor, allen diesjährigen Teilnehmern und wahrscheinlich sämtlichen in Schweden verfügbaren Flaggen Europas soll es werden, die gegenseitiges Verständnis und harmonisches Miteinander lobpreisen will. Leider hört sich das schon jetzt nach einem sehr süßlichem Brei Marke „Friede, Freude, Eierkuchen“ an, von dem einem schnell schlecht werden könnte… noch bevor man den rumänischen Beitrag gehört hätte.

Ach, wenn doch Agnetha die britische Promo-Tingelei für ihr am 10. Mai erscheinendes Album „A“ bloß nicht auf Mitte Mai terminiert hätte, dann gäbe es jetzt mehr Grund zur Vorfreude. Aber wer weiß, denn seit der Veröffentlichung der kleinen Hymnen-Meldung spekuliert die internationale Presse natürlich erst recht wie wild, ob uns Malmö vielleicht doch endlich die seit 30 Jahren heiß ersehnte ABBA-Reunion beschert. Selbst wenn dies der Ex-Mann unserer blonden Ikone bei jeder Gelegenheit abstreitet…

Foto: Wikimedia / Beyond My Ken


  • 0

Sind wir nicht alle ein wenig Bluna?

Naja, zumindest wenn der NDR es uns ganz demokratisch überlässt, den deutschen Eurovisionsbeitrag auszuwählen. Wie schon in unzähligen Jahren zuvor, haben wir es nun mal wieder schwarz auf weiß, wie blöd wir eigentlich sind. Der Blog Eurovisiontimes wollte nämlich wissen, welcher der diesjährig gescheiterten Vorentscheidungsbeiträge Europas sich am ehesten hätte nach Malmö trollen sollen. Sieger mit 33% wurden prompt die Berliner Blitzkids Mvt., die auch der eurovisionaer – in bester Gesellschaft mit Mary Roos – bereits im kalten Februar Anno 2013 favorisiert hatte. Statt dessen müssen wir nun die nächsten Monate die große Klappe einer lauten Blondine sowie die eines nach ihr benannten (stimmt das überhaupt?) Mittelklasse-Cabrios ertragen – dumm gelaufen!


  • 0

Mach dein eigenes Ding

eurovision scoreboard Wie in jedem Jahr hat escnation mittlerweile den aktuellen und bei Fans sehr beliebten Scoreboard Simulator veröffentlicht, mit dem ein komplettes Eurovisionsvoting ganz nach eigenem Geschmack simuliert werden kann. Das ist zwar vollkommen sinnfrei, da die Ergebnisse in der Regel rein gar nichts mit den offiziellen Wertungen gemein haben, aber immerhin hilft die Spielerei, die lange Zeit zwischen Vorentscheidungssaison und Finale zu überbrücken…

Foto: Wikimedia / Clausule


  • 0

Der eurovisionäre Schauplatz 2013

Modell Bühne 2leer
Neuigkeiten vom Treffen der Delegationsleiter, das bis heute in Malmö stattfand: Der Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen St. Petersburg Amsterdam oder sonst wo wird voraussichtlich am 13., 15. und 17. Mai stattfinden. Es sei denn, die Ausrichter finden mal wieder keine Veranstaltungshalle oder es kommt irgendein Fußballspiel dazwischen. Außerdem wurde für die diesjährige Ausgabe dem Gastgeber Schweden der Startplatz 16 zugelost. Die Reihenfolge der Auftritte aller anderen Nationen wird am 29. März (für die beiden Semis) bzw. am 17. Mai für das Finale bekannt gegeben. Wie bereits vor einigen Monaten berichtet, wird diese erstmals vom austragenden Sender SVT nach dramaturgischen Gesichtspunkten bestimmt und dann von der EBU abgenickt.

Zum Schluss hatte der für Malmö verantwortliche Produzent Martin Österdahl noch eine kleine Überraschung im Gepäck. Computeranimierte Modellansichten der Bühne liefern einen ersten Eindruck, wie der Wettbewerb 2013 aussehen könnte.  Allerdings lehrt uns die Erfahrung, dass sich vieles später in der Realität dann doch ganz anders darstellt. Abwarten, im Moment siehts eher wie der Vorhof zur Hölle aus….

Modell Bühne 1

leer
Grafiken: SVT / EBU


  • 0

…in den letzten Zügen

ESC2013_slogan3 EBU_SVTBevor am Montag beim Head-of-Delgation-Meeting in Malmö die Einreichfrist für 2013 endet, werden wir in diesen Tagen mit finalen Versionen aus Belgien und Russland, frischen Videoclips u. a. aus Spanien und Malta und natürlich mit Insiderinfos und Skandalen förmlich überschüttet. Jetzt heißt es nur noch warten auf Godot die Meldungen aus Italien und Moldau, das die Vorentscheidungssaison heute Abend beendet. Ach ja, und Mazedonien wird offensichtlich bis zur letzten Sekunde unentschlossen bleiben und dann per Münzwurf das Schicksal entscheiden lassen. Alle Infos und Videoclips habe ich hier zusammengestellt.

Grafik: EBU / SVT


  • 2

Interval Act 2013 – Agnetha?

FAgnethaans der schwedischen ABBA-Sängerin Agnetha Fältskog geraten dieser Tage weitaus mehr in Verzückung als die in der laufenden Saison besonders gebeutelten Eurovisionsanhänger, hat doch ihre Ikone zum ersten Mal seit 2004 musikalisch wieder aufhorchen lassen. Und das gleich mit einem Doppelschlag: Während heute weltweit die Single „When you really loved someone“ zum digitalen Download erscheint, hat sich das eher schlagereske Deutschland für „The One Who Loves You Now“ entschieden.

Beide Songs, die Agnetha-Maniacs bereits als „pure Class“ bezeichnen, werden auf dem Album „A“ zu hören sein, das am 10. Mai 2013 erscheinen soll. Das fordert den für Malmö verantwortlichen Sender SVT ja förmlich heraus, den extrem lauen Wettbewerbsjahrgang wenigstens mit einem Intervalact der Extraklasse in die Annalen eingehen zu lassen…

Foto: Universal


  • 0

Alles auf Anfang in FYROM

MACNein, da kann der Ola noch so oft behaupten, der Eurovision Song Contest biete keine politische Plattform … Nachdem das mazedonische Fernsehen MKRTV bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung seines diesjährigen Beitrags „Imperija“ dessen Video wieder gesperrt hatte, zieht es den Song nun komplett zurück und tauscht ihn gegen einen anderen aus. Den Grund hierfür kennt niemand so genau, aber es wird kolportiert, dass es wegen des Titel des Beitrags und der Videoaufnahmen einer Reiterstatue Alexanders des Großen Ärger mit den Nachbarn in Bulgarien und Griechenland gab. Letztere sind bis heute übrigens für das Wortungetüm FYROM (Former Yugoslav Republic of Macedonia) verantwortlich.

Nun wird es eng für die Interpreten Esma & Lozano (der angeblich schon keinen Bock mehr auf das eurovsionäre Gezeter hat), denn am 18. März muss der Beitrag fix und fertig bei der EBU auf dem Tisch liegen. Das heißt Gas geben für Elena Riesteka, die mittlerweile verpflichtet wurde, als Autorin für die beiden ein unverfänglicheres Stück Musik abzuliefern. Vom Titel ihres eigenen Werkes Ninanajna anno 2006 ausgehend, sollte ihr das nicht allzu schwer fallen. Bei all der Aufregung ist es grottenschade um den Verlust eines ausnahmsweise hörenswerten Beitrags in einem an musikalischen Katastrophen nicht armen Jahr. Da lobt sich der eurovisionaer die Gelassenheit der letztjährigen Teilnehmerin Kaliopi zu der bereits oben angerissenen und für Westeuropäer kaum nachvollziehbaren Problematik…

Grafik: eurovisionaer


  • 0

Votingskandal – der Wievielte?

ISRDie in Israel im bunten Reigen schräger Töne verdiente Siegerin des Finales Moran Mazor macht im direkten Vergleich zu Dana International sicher nicht die beste Figur, hat aber ein Organ, das ihren Konkurrenten das Fürchten lehrte. Am Ende einer bizarren Punktewertung einem Nervenzusammenbruch nahe und in Tränen aufgelöst, schaffte sie es nur mit letzter Kraft eine hässliche Trophäe in die Luft zu strecken. Doch für ihre Reise nach Schwedavien hat die neue Nana Mouskouri einen Mördersong im Gepäck, der zwar famos startet, dann allerdings nach zwei Minuten in den eurovisionären Niederungen verflacht. Für Malmöer Verhältnisse trotzdem ein Juwel!

Grafik: eurovisionaer


  • 0

I love Belarus

BLR….denn wegen der Weißrussen macht Eurovision erst so richtig Spaß. Kurz nach ihrer Wahl im Dezember 2012 ließ die Siegerin Alyona Lanskaya verlauten, dass sie gar nicht daran denke, mit ihrer schäbigen, unoriginellen Disconummer „Rhythm of Love“ nach Schweden zu reisen und nun auf der Suche nach wettbewerbsfähigen Songs sei. Wie gut, dass Minsk in diesem Jahr sein alljährliches Vorentscheidungsdrama rechtzeitig begonnen hatte! Nachdem also die anspruchsvolle Alyona in den folgenden Monaten den gesamten Kontinent nach halbwegs verwertbarem Material abgegrast hatte, präsentierte sie Anfang März triumphierend einen Happysound-Schlager der übelsten Sorte. Prompt erinnerte sich der ausrichtende Sender BRTC an die „I love Belarus“-Peinlichkeit, schlug die Hände überm Kopf zusammen und erbat sich einige Tage Bedenkzeit, bis … ja, bis schließlich mit Berufung auf ungenannte Quellen aus dem Präsidentenpalast die Botschaft kam, dass Lukaschenko höchstpersönlich dem Cha-Cha-Fieber verfallen sei … und somit war der Drops gelutscht.

Grafik: eurovisionaer


  • 0

Schwanz eingezogen

Seit geraumer Zeit bestückt der Sender ETV sein traditionelles Eesti Laul hin und wieder mit unkonventionellen Beiträgen, die einem für eurovisionäre Verhältnisse Augen und Ohren offen stehen lassen, nur um diese dann einer schnarchkonservativen Jury zum Fraß vorzuwerfen. 2013 hat es die Punkcombo Winny Puhh erwischt, die uns in Malmö einen fernsehhistorischen Moment der Sonderklasse hätte bescheren können. Ganz klar, wer so wenig Eier wie die Esten hat, sollte für mindestens drei Jahre in den Song-Contest-Kerker geworfen werden!


Der eurovisionaer schmeißt nix weg - den verstaubten alten Kram gibt's hier...