Tag Archives: Albanien

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Märchenhaftes Albanien

Eneda Tarifa | Fairytale

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Nachdem sie im kalten Dezember das 54. Festivali i Kenges verdientermaßen mit ihrem Beitrag Përallë gewonnen hatte, kam die Sängerin Eneda Tarifa nicht umhin, Albanien beim ESC 2016 zu vertreten. Und prompt spülte das eine alte Geschichte hoch, für die sich Frau Tarifa seitdem ordentlich rechtfertigen muss. 2014 nämlich hatte sie sich nicht ganz so PC über die von uns allen geliebte Conchita geäußert. Via Facebook postete sie damals, dass sie nicht wisse, wie sie ihrer Tochter diese bärtige Frau erklären solle. Dumm gelaufen, zwei Jahre später nun wird sie sich zu diesem Thema in Stockholm den unbequemen Fragen der bekanntermaßen investigativen Reporterschar stellen müssen.

Dabei wäre es weitaus aufschlussreicher, wenn sie mal jemand nach ihrem Schlabber-Lied fragen würde. Von dem ist nach entsprechender Überarbeitung – in Albanien wird ja alljährlich auf Teufel komm raus gekürzt und anglifiziert – leider nur noch eine mickrige Grundstruktur übrig geblieben. Nicht nur dem Zuschauer in Tirana werden die Tränen in die Augen schießen, weil er sein eigenes Lied nicht wiedererkennt – auch die gute Eneda wird keine schöne Zeit in Schwedens Hauptstadt erleben: An einen Finaleinzug ist nämlich nicht mehr zu denken. Selbst schuld.

Bestes Mal: Rona Nishliu | Suus

Letztes Mal: Elhaida Dani  | I’m alive

 


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Herrje, die Hersi

Herciana Matmuja, die in und um Tirana liebevoll Hersi genannt wird, hat am vergangenen Samstag das 52. Festivali i Këngës und damit den albanischen Vorentscheid für sich entschieden. Die 23-jährige gewann das Festival der großen – und für unsere Ohren zuweilen schrägen – Balladen mit eindeutigem Vorsprung vor Klodian Kacani und Sajmir Braho. Dem Beitrag, der in den kommenden Monaten, da viel zu lang, sicherlich noch eine Metamorphose erfahren wird, bescheinigen Eurovisionsnerds Potenzial, was so viel heißt wie „muß man sich noch schön hören“. Das ist vielleicht untertrieben, denn an manchen Stellen erinnert „Zemërimi i një nate“ an das fantastische „Sama“ aus dem Jahr 1995 und verfügt zudem über ein wunderbares, sehr episches Intro. Hersi selbst scheint eine ganz Hartnäckige zu sein, denn sie nimmt seit Jahren mit bislang eher mäßigem Erfolg an dem traditionsreichen Wettbewerb teil und wurde nun endlich für ihre Ausdauer belohnt. Gratulation!


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