Tag Archives: Bühne

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Ganz nah dran

Da liegen die Ukrainer angeblich monatelang auf der faulen Haut, auf dass selbst Bild.de schon wettert, dass der Contest den Osteuropäern entzogen gehört, und nun purzeln quasi minütlich Breaking News zum Song Contest 2017 auf uns ein. Gestern das Logo, der Slogan, heute die Bühne, die der ehrenwerte Florian Wieder entworfen hat: Der alte Hase des Zeichenstifts war bereits für das Stage-Design in Düsseldorf, Baku und Wien verantwortlich und zaubert nun laut eurovision.tv die Ukraine in den Mittelpunkt Europas:

The design for 2017 symbolises Ukraine being the centre of Europe in May and allows fans to be as close to the performers as possible. The dynamic stage design, which incorporates multiple media surfaces, will create a unique setting for each act, allowing every performer to shine on the night.

Doch auch das Skizzenpapier ist geduldig: Bleibt abzuwarten, wie er die zugegeben schmucke Präsentationsfläche in die doch eher piefige Kiewer Messehallen verfrachtet.


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Bescheidenheit war gestern – die Bühne 2016

Optische Täuschungen soll sie erlauben und die Künstler nahezu aufsaugen – die Schweden machen mal wieder Unmögliches möglich und lassen den Rest der Eurovisionswelt nur noch staunen. Heute stellte SVT die Entwürfe der ESC-Bühne 2016 vor, zugleich erläuterte der Produzent der Mega-Show, Sven Stojanovic, ganz unbescheiden, worum es sich bei diesem Glücksfall der Fernsehgeschichte eigentlich handelt:

„It’s really a great looking stage, giving us something that we haven’t seen before. In a way the stage gives us almost unlimited possibilities but at the same time forcing us to think in a new way. Creatively it’s both challenging and inspiring“.

Grafik: EBU / Frida Arvidsson & Viktor Brattström


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Dem ESC geht ein Licht auf

Hui, da machen wir aber große Augen! Der ORF präsentierte heute offiziell das Bühnendesign zum Wiener Eurovision Song Contest 2015. Erster Eindruck: weniger eckig und kantig als sein Rubikscher Vorgänger in Kopenhagen. Statt dessen ein gigantomanisches Auge. Das überrascht, denn getreu dem diesjährigen Leitmotiv wären unzählige Brücken eigentlich naheliegender gewesen. Da wir die jedoch erst kürzlich in Malmö erleiden bestaunen durften, sind sie wohl vorübergehend von der Liste unverzichtbarer Bühnenelemente gestrichen worden. Gut so! Zum eigentlichen Schauplatz: Rund um den im Durchmesser elf Meter breiten Auftrittsbereich sind unzählige LED-Säulen angeordnet, die individuelle Lichtstimmungen erzeugen sollen. Ganz geschickt nehmen sie auf das bereits bekannte Logo Bezug, könnten aber bei exzessiver Nutzung dazu führen, dass die eh schon stehplatzgeschwächten Fans im Halleninnenraum zur Vermeidung vorübergehender Erblindung besser Schutzbrillen bei sich tragen sollten. Und schließlich: Der Hintergrund lässt sich, ähnlich wie in Düsseldorf, in der Mitte auseinanderfahren, daher ist zu vermuten, dass dort auch der Green Room – die chillige Wartezone für alle Wettbewerbsteilnehmer – platziert werden wird.

Dem Entwurf nach sieht das insgesamt recht schnieke aus, allerdings fehlt ein nahezu endloser Catwalk inklusive Mini-Satellitenbühne oder eben besagter Green Room inmitten der Halle – wie zuletzt in der dänischen Schiffswerft. Denn das vor Begeisterung rasende eurovisionäre Publikum liebt es mittlerweile, wenn es seine Stars kurz anfassen oder gar in die Wade zwicken darf. Derartig kultische Handlungen sind in Österreich wohl aber verpönt, folgerichtig wirkt auch die eigentliche Bühne ein wenig weit entrückt, so als sollte die klassische Contest-Hierarchie längst vergangener Jahre zu neuem Leben erweckt werden. Doch der eurovisionaer will nicht schon wieder kleingeistige Erbsen zählen und verweist auf die verantwortlichen Designer Florian Wieder, Al Gurdon und Kurt Pongratzer. Sie versichern – Achtung Kreativensprech! – das Auge sei als Portal zu verstehen und werde eine Brücke zwischen Künstlern, Delegationen und Zuschauern bilden. Da ist sie also doch, die Brücke! Wie so oft, bedarf es für derartig ambitionierte künstlerische Unternehmungen halt nur der passenden (wortreichen) Erklärungen.

Stage Design EBU ORF Grafik: ORF / EBU


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Da ist sie endlich, die Bühne 2014!

Von wegen Back to Basic! Die Dänen verlieben sich gerade in ihre eurovisionäre Bühne und lassen per Video mal kurz die Lichtorgel-Muskeln spielen.


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Der eurovisionäre Schauplatz 2013

Modell Bühne 2leer
Neuigkeiten vom Treffen der Delegationsleiter, das bis heute in Malmö stattfand: Der Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen St. Petersburg Amsterdam oder sonst wo wird voraussichtlich am 13., 15. und 17. Mai stattfinden. Es sei denn, die Ausrichter finden mal wieder keine Veranstaltungshalle oder es kommt irgendein Fußballspiel dazwischen. Außerdem wurde für die diesjährige Ausgabe dem Gastgeber Schweden der Startplatz 16 zugelost. Die Reihenfolge der Auftritte aller anderen Nationen wird am 29. März (für die beiden Semis) bzw. am 17. Mai für das Finale bekannt gegeben. Wie bereits vor einigen Monaten berichtet, wird diese erstmals vom austragenden Sender SVT nach dramaturgischen Gesichtspunkten bestimmt und dann von der EBU abgenickt.

Zum Schluss hatte der für Malmö verantwortliche Produzent Martin Österdahl noch eine kleine Überraschung im Gepäck. Computeranimierte Modellansichten der Bühne liefern einen ersten Eindruck, wie der Wettbewerb 2013 aussehen könnte.  Allerdings lehrt uns die Erfahrung, dass sich vieles später in der Realität dann doch ganz anders darstellt. Abwarten, im Moment siehts eher wie der Vorhof zur Hölle aus….

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Grafiken: SVT / EBU


Der eurovisionaer schmeißt nix weg - den verstaubten alten Kram gibt's hier...