Tag Archives: ESC

  • 0

Eurovisionia im Rausch

Europa singt sich in einen Vorentscheidungsrausch! Sage und schreibe 31 nationale Sender haben bislang bestätigt, dass sie mittels eines TV-Vorentscheids nach ihrem Beitrag für Lissabon fahnden wollen. Und es können noch mehr werden, wenn beispielsweise Kroatien seine traditionelle Dora oder Spanien die Anfang der Nuller erfolgreiche Operación Triunfo wiederbeleben sollten.

So oder so zeichnet sich ein heißer Winter für ESC-Nerds ab, will er an kalten Februarabenden via Webstream bei gleich mehreren Entscheidungsshows den Überblick behalten. Vorsorglich hat der eurovisionaer deswegen mal alle bislang feststehenden Termine gelistet und verspricht hiermit feierlich – solange er nicht abermals von einer penetranten ESC-Lustlosigkeit gepackt wird – diese brav zu aktualisieren.

Grafik: eurovisionaer


  • 0

Ommmmmmmm…

Der eurovisionaer hat lange und tief durchgeatmet… die Saison 2017 war nicht so ganz nach seinem Geschmack. Mittlerweile hat er zurück auf seine Blog-Baustelle gefunden und will demnächst allen Ernstes versuchen, den ungeliebten Jahrgang abzuschließen und zu den Akten zu legen. Dann kehrt hier hoffentlich auch wieder Leben ein. Doch bevor es soweit ist, gibt es selbstverständlich den (von einigen gar schon erwarteten) traditionellen Remix. Namasté!

Grafik: eurovisionaer


  • 0

Als wäre nix passiert

Die Ukraine mag Russland so gar nicht und der eurovisionaer fremdelt seit Monaten mit dieser komischen ESC-Saison – aber scheiß egal – ne traditionelle Top 43 muss her! Hier ist sie… inklusive der brennenden Flamme.

 

 


  • 0

Super-Christer rettet Eurovisionia!

BZZZZ Rücktritt des Organisationsteams, Verwirrung um Fantickets, Durcheinander beim Ticketverkauf und ein Organisationsplan, der um Wochen hinterherhinkt – in der Ukraine geht’s drunter und drüber.

Kein Wunder, dass nun ausgerechnet die Schweden, die stets so tun, als hätten sie den Song Contest erfunden, den Laden aufräumen sollen. ÄCHZ! Christer Björkman, ESC-Guru und seit Menschengedenken Mellotropolis-Chef, nimmt …ZOOOM Kurs Richtung Kiew, damit die eurovisionäre Bevölkerung endlich wieder ruhig schlafen kann. Zuletzt waren dort nämlich nicht wenige zarte Schlagerseelen von hartnäckigen Alpträumen befallen, der ukrainische Wettbewerb 2017 könne einem noch nie dagewesenen Organisationskollaps erliegen …WHOOOM, und prompt in kollektive Massenpanik verfallen! Lange genug war gezögert worden, nun gilt es, mit allen zur Verfügung stehenden Kräften Schlimmeres zu verhindern! TA-DAAH!

Für Super-Christer eine nahezu unlösbare Mission, schließlich bleiben ihm lediglich drei Monate Zeit, …ZACK den maroden Planeten zu retten. Doch der Godfather of Eurovision hat Superkräfte, den MEGA-Durchblick und ist nie um eine ESC-Neuerung verlegen. Vertrauensvoll legen wir unser Schicksal in seine erfahrenen Hände, auch dann, wenn er vermutlich erst in letzter Sekunde die ESC-Bombe entschärfen können wird …TICK TACK.

Nur, dass ausgerechnet die verpeilten Ukrainer selbst ihn zur Rettung abkommandiert haben sollen, das liebe EBU, …KCHHHH glaubt euch ja wohl keiner, der sich durch unzählige Superman-Filme geguckt hat. BLINK! Sei’s drum – denn auch wenn wohl der müde Ältestenrat in seiner kuschligen Genfer Zitadelle ordentlich nachgeholfen hat – Eurovisionia wird gerettet! Das allein zählt! YAHOOO!

Grafik: comicvine / Montage: eurovisionaer


  • 0

… eurovisionaere Weihnachten

Von der bequemen Couch, wo zwischen Spritzgebäck und Festtagsbraten der wahre Weihnachtsfrieden wartet, herunter gerollt, hat der ansonsten kommode eurovisionaer einen kleinen Xmas-Mix ausgekramt und wünscht auf diesem Wege allen Lesern entspannte Feiertage und ein glückliches Jahr 2017!

ESC Remixed – Christmas Edition Vol. 2

Tracklist
01 Morland & Debrah Scarlett – A Monster like me(Oslo Philharmonic Choir Version)
02 Amaury Vassili – Sognu
03 Paul Mauriat – Apres toi
04 A Friend in London – New tomorrow (accoustic Version)
05 Dina Garipova – What if (Xmas Version)
06 Greta Salóme – Hear Them Calling (acoustic Version)
07 Lordi – Hard Rock Hallelujah (Brass Version)
08 Alban Skenderaj & Miriam Çani – Ende ka shprese
09 Margaret Berger – I Feed You My Love (Macho Collective Remix)
10 Jamie Lee – Ghost (acoustic Version)
11 Victor Silverster & Orchestra – Save your Kisses for me
12 Lindsay Dracass – No Dream impossible (orchestral Version)
13 ZOË – Loin d’ici (Album Version)
14 Didrik Solli-Tangen & Oslo Fagottkor – My Heart is yours
15 Ell & Nikki – Running Scared (Acoustic Version)
16 Paul Mauriat – L’oiseau et l’enfant
17 Walter & Kazha – The War is not over
18 Dima Bilan – Believe (Violin Solo)
19 Milk & Honey – Hallelujah (Trilingual Version)
20 Rita – Dancing in the streets (English version)
21 Adolf Fredriks Musikklasser – Euphoria
22 Regina – Bistra voda
23 Aarzemnieki – Cake to bake
24 ByeAlex – Kedvesem (Orchestra Version)
25 Kristina – Horehronie (accoustic Version)
26 Sandra Nurmsalu – Kui tuuled pöörduvad
27 Ellen Benediktsson – Songbird
28 Marie Bergman & Roger Pontare – Stjärnorna

Grafik: EBU / eurovisionaer


  • 0

Brot und Spiele

Selbst schuld. In der Nacht zum 15. Mai hatte sich das vereinte Schlagereuropa in einem Anflug von bislang ungewohnter Ernsthaftigkeit dazu entschlossen, einen auf politisch korrekt zu machen, wählte die anti-russische Krim-Gedächtnisnummer „1944“ in einem neuerdings inflationären Wertungsmarathon auf Platz 1 und gab dem Siegerland Ukraine als Hausaufgabe auf den Weg, den nächsten Contest 2017 bitteschön auszurichten.

So wollen es die wettbewerbseigenen Regularien, die der Gründungsvater Marcel Bezençon vor mehr als 60 Jahren zu Papier brachte. Nicht ahnend, dass nun – Mitte der weltpolitisch instabilen 2010-er Jahre – ein Land, das zu den ärmsten Europas zählt, sich in einem Bürgerkrieg befindet und Schwierigkeiten hat, eine freiheitlich demokratische Grundordnung herzustellen, dazu gedrängt wird, kommenden Mai den stets schrillen Gesangswanderzirkus zu beherbergen.

Doch hey, was machen die Ukrainer? Anstatt zu sagen „Sorry, aber wir haben gerade andere Probleme“ und die Ausrichtung des über die Jahre monströs gewachsenen und daher immer kostspieligeren Schlagerfestivals dankend abzulehnen, buhlen sie unverhohlen um Respekt und Anerkennung der Westeuropäer, indem sie weit im Vorfeld des zu erwartenden paneuropäischen TV-Traras ein eigenes mediales Spektakel eintüten. Unter dem – wohl der derzeitigen nationalen Rhetorik geschuldeten – martialischen Titel „Kampf der Städte“ schicken sie sechs Metropolen in den Ring, die sich demnächst mit eurovisionärem Flair aufhübschen wollen und dafür der staunenden Öffentlichkeit ihre infrastrukturellen Vorzüge in eigens produzierten TV-Sendungen präsentieren müssen.

Doch diese Form der ESC-Prostitution ist nicht ganz neu. Was noch 2011 in Düsseldorf hinter verschlossenen Türen gemauschelt, in Aserbaidschan ein Jahr später erst gar nicht hinterfragt wurde, entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer größeren Herausforderung, als letztlich den zu Song Contest zu gewinnen: die ideale Lokalität für das Wettsingen zu finden. (Mehr über des Autors abgrundtiefe Abneigung gegenüber diesem nunmehr murmeltiergleich jedes Jahr aufs Neue nervenden Thema kann übrigens hier nachgelesen werden).

Die Anforderungen, die die Bewerber zur Krönung als ESC-Hauptstadt 2017 erfüllen müssen, werden von der EBU festgelegt. Sie sind nicht ohne und lassen sich dennoch an fünf Fingern abzählen:

  • zuvorderst braucht es eine Halle, die eine Kapazität für mindestens 7.000 Personen besitzt,
  • die sinnigerweise zudem über ein Dach verfügt (sonst wäre es ja auch keine Halle, sondern ein Stadion),
  • das Ganze bitte in direkter Nähe zu einem Pressezentrum für rund 1.500 Journalisten (oder solche, die sich dafür halten),
  • die wiederum mit den dann ebenfalls anwesenden Funktionären und Künstlern (schwupps sind das schon 3.000 Akteure) zu Beginn der Festivalwoche an einem stattlichen Ort (idealerweise ein altes Rathaus oder ähnliches) zu einem Sekt- Willkommensempfang paradieren können.
  • Abschließend verfügt die ESC-Megacity selbstverständlich über einen internationalen Flughafen, ein kunterbuntes soziales Leben wie z.B. Hipsterbars, Sterne-Restaurants, Upper-Class-Hotels und quirligen kulturellen Zentren, die gerne auch ein wenig landestypische Merkmale besitzen dürfen (aber nicht zu viele und bitte westeuropäischen Standards entsprechend).

„Nichts leichter als das!“ dachten sich neben den routinierten Hauptstädtern in Kiew einige nach ein wenig Publicity strebende Lokalpolitiker in Dnipro, Charkiw, Cherson, Lwiw und Odessa – sie alle wetteifern nun um eurovisionäre Ehren.

Dass bereits die Definition „internationaler Flughafen“ sehr dehnbar sein kann, dass die eigene Bevölkerung dem absehbar verschwenderischen Treiben eher skeptisch gegenüber steht, und dass der ukrainische Kulturminister noch im Juni höchstpersönlich zu Protokoll gab, die Regierung des maroden Landes wolle auf gar keinen Fall Staatsgelder für das Spektakel bereitstellen und biete abgesehen davon sowieso keinen geeigneten Standort, um den Eurovision Song Contest auszutragen – Schwamm drüber, hat keiner gehört.

Auch dass keine der Arenen – bis auf den Kiew Sportpalast, der jedoch zur fraglichen Zeit unseligerweise für ein Eishockeyturnier geblockt ist – über ein Dach verfügt, scheinen die Verantwortlichen geflissentlich übersehen zu haben (obschon sich der Widerwillen der EBU-Gewaltigen gegen Open-Air-Veranstaltungen hätte herumgesprochen haben müssen), tut es doch dem munteren Städteduell, das am 01. August in eine finale Entscheidung münden soll, keinen Abbruch.

Die Schlitzohren der EBU jedenfalls haben sich – wie aus gut informierter Quelle berichtet wird – währenddessen vom ukrainischen TV-Sender NTU schon einmal eine von der Regierung in Kiew gedeckelte Finanzgarantie in Höhe von 15 Millionen Euro zusichern lassen. Sie soll auf den Schweizer Bankkonten der Europäischen Rundfunkunion bis zum Abspann der Fernsehübertragung am 13. Mai 2017 eingefroren und nur dann verwendet werden, falls der Song Contest doch noch kurzfristig in ein anderes Land verlegt werden müsste.

Bis es soweit ist, feiert sich die Ukraine als popkultureller Nabel Europas. Willkommen in Wolkenkuckucksheim!

Foto: NTU


  • 0

Es ist angerichtet…

Die Saison ist abgeschlossen, wenn der Remix fix und fertig ist. Oder so ähnlich, denn der eurovisionaer meldet sich demnächst auch noch einmal mit einer lang verschobenen Stockholm-Nachlese zurück. Zunächst aber ist er froh, die REMIXED-Ausgabe 2016 von der Backe zu haben der to-do-Liste streichen zu dürfen. Okay Måns, are you ready for this?

Grafik: eurovisionaer


  • 0

Revolution in Eurovisionia

Alles neu macht der Mai – zumindest, wenn das schwedische Fernsehen verantwortlich ist. Wie die EBU heute voller Stolz verkündet, steht uns die gewaltigste Neuerung der ESC-Geschichte bevor. Das Voting, der wahre Kult des traditionsreichen Festivals, wie Peter Urban nicht müde wird zu erklären, soll nach vierjähriger interner Diskussion komplett umgekrempelt werden.

Wie immer, wenn hinter verschlossenen Türen bis aufs Blut verhandelt wird, entsteht dabei ein Regelungetüm, dessen tatsächliche Folgen nicht so einfach zu erklären sind. Die EBU hat daher sogleich eine filmische Gebrauchsanweisung produziert, die sich fortan bitte jeder ESC-Fan mindestens einmal täglich zu Gemüte führen sollte:

Was der eurovisionaer von der nahezu perfekten Metamorphose vom Eurovision Song Contest zum Euro-Mello hält… dazu demnächst an dieser Stelle mehr.

Grafik: EBU


  • 0

Der eurovisionaer wünscht eine vermixte ESC-Weihnacht

Inmitten des traditionellen Weihnachtsgedönses wie im Stau stehen, Geschenke einpacken und Kekse backen, hat der Chef du Blog einen kleinen, aber recht festlichen ESC-Mix gebastelt. Den verschenkt der eurovisionaer ganz ohne Verpackungsmüll und wünscht allen Besuchern dieser Seiten entspannte Feiertage und ein friedvolles Jahr 2016!

ESC Remixed – Christmas Edition

Tracklist
01 SWE 96 One more Time – Den Vilda (Forsen om våren Version)
02 ESP 73 Gimnazija Kranj Symphnoy Orchestra – Eres tu
03 SLO 15 Maraaya (feat. Perpetuum Jazzile) – Here for you
04 MAL 05 Chiara – Angel
05 RUS 15 Polina Gagarina – A Million Voices (Christmas Mix)
06 FRA 02 Sandrine François – Il faut du Temps (Drum Version)
07 SWE 74 The Royal  Symphonic Orchestra – Waterloo
08 ISR 95 Liora – Amen
09 CYP 04 Lisa Andreas – Stronger every Minute
10 UK 97 Katrina & The Waves – Love shine a Light (Unplugged Version)
11 NOR 14 Carl Espen – Silent Storm
12 SWE 14 Orchestral Cover – Undo
13 GER 99 Corinna May – Hör den Kindern einfach zu (Happy Children Version)*
14 BIH 11 The Beauty Queens – Love in Rewind
15 SLO 05 Omar Naber – Stop (original slovenian Version)
16 SWE 09 Caroline af Ugglas – Snaella snaella*
17 DEN 13 Emmelie de Forest – Only Teardrops (Symphonic Version)
18 ISR 08 Boaz Mauda – Ke’ilu kan (Acoustic Version)
19 ESP 15 Edurne – Amanecer (Symphonic Version)
20 NOR 96 Elisabeth Andreasson – I Evighet
21 ICE 13 Eypor Ingi Gunnlaugsson – Eg a lif
22 LAT 15 Framest – Ziema*
23 GER 02 Nathalie – Don’t say Goodbye*
24 SWE 15 Mans Zelmerlöw – Heroes (Unplugged Version)
25 EST 10 Malcolm Lincoln – Siren
26 FRA 91 Amina – Le Dernier qui a parlé (Acapella Version)
27 EST 12 Ott Lepland – Kuula
28 FRA 69 Frida Boccara – Un Jour, un Enfant
29 GER 04 Max Mutzke – Can’t wait until tonight (Dry Wurltzer Version)

* Vorentscheidungsbeitrag
Grafik: EBU / eurovisionaer

 


  • 0

43

Wie eurovision.tv soeben bestätigte, sind 43 Teilnehmer für den Song Contest 2016 gemeldet. Das ist neben Belgrad 2008 und Düsseldorf 2011 das größte Starterfeld beim europäischen Wettsingen. Grund hierfür sind die überraschenden Zusagen aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Bulgarien. In den Semifinals am 10. und 12. Mai werden sich daher 18 bzw. 19 Länder um den Einzug ins Finale (14. Mai) reißen. Ganz großes Kino, da freut sich das eurovisionaere Herz!

Eine Übersicht über alle nun anstehenden Termine und die bereits gemeldeten Interpreten gibt es in der Rubrik Vorentscheide 2016!

Grafik: eurovisionaer


Der eurovisionaer schmeißt nix weg - den verstaubten alten Kram gibt's hier...